Die freie Base vermochte ich auch hier nicht rein zu erhalten. Das Platinsalz bildet kleine, gelbe Krystalle, die in Wasser sehr schwer loslich sind (gefunden P t = 33.76, berechnet 34.03 pct.). Das schwefelsaure Terephtalamidin ist in Wasser schwer loslich und krystallisirt in kleinen Saulen. D a s salpetersaure Salz ist etwas leichter lijslich und krystallisirt in diinnen, langen Nadeln. Die vorstehenden Versuche wurden im chemischen Laboratorium der Konigl. Thierarzneischule auf Veranlassung des Hrn. Prof. Dr. P i n n e r ausgefiihrt .
- G. Ciamician und P. S i l b e r : Ueber eine neue Bildungsweise der a -Carbopyrrolsaure aus Pyrrol. (Eingegangen am 10. Juni.) I n unserer letzten Mittheilung') haben wir eine Methode der Darstellung der Carbopyrrolsaure aus Pyrrol rnit Hiilfe von kohlensaurem Ammon angegeben. Es schien uns nicht ohne Interesse, die Einfiihrung der Carboxylgruppe in das Pyrrol auch vermittelst Tetrachlorkohlenstoff bei Gegenwart von Kaliliisung zu versuchen, da es bekanntlich auf diese Weise R e i m e r und T i e m a n n 2 ) gelang, von den Phenolen zu den aromatischen Oxys&uren zu kommen. Wir erhielten die a -Carbopyrrolsaure in folgender Weise. Wahrend 24 Stunden erhitzten wir im Wasserbade eine hermetisch geschlossene Flasche, die 5 g Pyrrol, 15 g Tetrachlorkohlenstoff, geliist in circa 200 ccm Alkohol, und 25 g Kalihydrat, das rnit der zur Losung gerade 1) G. Ciamician und P. Silber, Beitrage zur Renntniss der a-Carbo-2) Reimer nnd T i e m a n n , diese Berichte IX, 1285.
pyrrolsaurc. Diese Berichte XVII, 1150.