Ueber ein neues Derivat der Styphninsäure
✍ Scribed by Schreder, J.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1872
- Weight
- 424 KB
- Volume
- 163
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Aus meiner vor einiger Zeit mitgetheilten Untersuchung der sogenannten Styphninsaure (Oxypikrinsaure) $+) hatte sich ergeben, dafs diese Verbindung nichts anderes ist, als Trinitroresorcin, dafs sie also zum Resorcin in derselben Beziehung steht, wie die Pikrinsaure ziim Phenol.
Ich hatte auch nacligewiesen, dafs diese Saure durch Reduction niit Ziiin urid Salzsaure Amidound Imidoderivate liefert, die niit denen von cler Pikrinsaure abstammenden fast vollstdridig correspondiren, und nach diesen Analogieen hatte man erwarten solleii, dafs durch die Bchandlriiig der Styphninsaure mit Cyankalium auch eine der Isopurpursdurc ails der Pikrinsaure entsprechende Verbindung entstehen wiirde. bleine Versuche haben jedocti zu dein aufl'dllcnden Resultat gefiihrt, dafs sich bei dieser Reaction ein von der erwarteten Oxyisopurpursiure nach Eigcnschaften und Zusammensetzung durchaus verschiedenes Product bildet, iiber welches ich in diesen Zeilen Rericht erstatten will.
ZunHehst uberzengt man sich leicht, dafs wenn man Styphninsaure und Cyankalium in den.jenigen Mengenverhaltnissen (1 : 2) auf einandcr wirken Iafst, wie sic H l a s i w e t z und spatere Beobachtcr als die zweckmar'sigsten zur Gewinnung des isopurpursauren liali's erkannt haben, man nur eine dnnkelrothbraune Losung erhalt , die erst beini Eindampfen einen braunen fast unkrystallinischen Sclilamin absetzt, an dem alle Reinigungsversuche sich fruchtlos erwiesen. Dabei war ____-") Diese Annalen 168, 244. Anrial. d. Chem. u. Pharm. CCXIII. Ed.
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Berichte der deutschen cherniichen Geseliecbsft 10, 1360. \*\*) Daselbst 10, 1193.