𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Ueber die Zusammensetzung der natürlichen Tantal- und Niobverbindungen, zunächst des Tantalits, Columbits und Pyrochlors

✍ Scribed by C. Rammelsberg


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1871
Tongue
English
Weight
871 KB
Volume
220
Category
Article
ISSN
0003-3804

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✦ Synopsis


Ueher die ~2;usnlrLmerLsetzzcri~ der nlctiirlichen Tanial-urcd Ai'ohverbiudtingen , xuniiclrst des Tantnlits , C'oltrnbbits und I'yrocldors j 'UO JI C. I& a W L 111 e 1 s b e rg. (,tirs d. Wonarsbcr. (1. Aked. 1571 t i p . ) A IIe Mineralien, welclic Tantal rind Niob entlialtea, sinti, soweit unsere Kcnn[nisse rcichen, atif wcnige Punktc der Erde beschr&il\t, iind hnben sirh auch a n diesen Stellen iiicinals in griiCscreii Massen gefuiitlen. Sieht nian von 111fserst sparlii lien ziiin Theil sogar norh probleinarischen Frindorten a b , so beschriinken sic sicli iluf Scautlinavien, Finland, die Gcgend von Mias11 air1 UI a l , Bocleninais iiii Biilimerwald, Limoges in Frniihrcicb , die Staalen Massachusets, Connecticut rind New-Hampsliire in Nortlnmeriha rind Griinland. Freilich ist das VorLoinmen des Tantals iind Niohs niclit auf solche Verbindungen beschrhkt, in wclclrrii diese Elcmenfe als wesentliche Bestandtlieile auftreten; der ZuLrinft mag es vorbefinlten seyu, ihrc Gegenwart auch in Mineralien nachzriweisen, in welclien sic in schr ;cringer Mcnge vorl\ommen, rind anderc Elemeute gleiclisam vertreten, bis jetzt wissen wir jedoch nur, dafs in maucliem Wolfram und Zinnstcin Spuren von Tantal odcr Niob enthalten sind. Die fresrhicbtc der mineralogisrhchemisrhen Erforschring der Tnntalmineralien beginnt mit den Enldeckrriigen H n tc h e t t ' s und E k e b e r g ' s im J. 1SO1, rleren Jerirr in eineui Mineral atis Mascachusels, dcm spaterm Coliimbit , das Oxycl eines neiien, von ihin jeclorh uic h t isolirteu Mefalls, des Coliiinbiurns fand, wahrcud E!, e b c rg sowohl in einern tinliindisc hen Mineral, dem Tanlalit, als aucli in eiiieni bei Ytterby in Schweden vorkouimrndeu, eiii Tantalovyd entdeckte, dessen Eigenthiimlichkeit von K la p ro t h bestatigt wurde. Spater bewies W o l l a s t o n , d a k (Ins Columbium-oxyd und das Tantaloxyd der namlicbe Korper w#reii. fiir welchen der Name Tantalsaure allgemein iiblich wiirde. Die chemischen Eigenschaften der Tantnlverbindungen wurden sodann durch B e r z e 1 i ti s erfoi scht, wiewohl sich seine Arbeiten aiif die schwedischen und finlandischen Mi- neralien und die aus ihnen erhaltene Tantalsaure beschrankten. Er war es auch, welcher die Methode der Zerlegung dieser Karper durch saures schwefelsaures Kali erfnnd. Die ZahI dcr Tantallnineralicn verinehi te sich irn Lairfc cler Zeit durch den Pyrochlor, den Fergusonit, Aeschynit, Euleuit, Wilhleiit, Samarskit, Uranotantsl und anderc, rnit dereii Uiitcrsuchung W 6 h I e r , 11 a r t w s 11, H e r m a n 11, S c h e e r e r , N. und A. N o r d c n s k i 6 l d sich beschiifligten. Niemand jedoch ha1 sich griifsere Verdieiiste in tlieseiri Felde erworben als H e i n r i c h R o s e. Schou I833 hatte B r ei t ha iip 1 I)

die Isoiiiorphie von Tantalit (Colurnbit) und Wolfrain, von Fergtrsonit rind Schcelit (und Scheelbleierz) nachgewiesen. Zebu Jahr spaler kam G. R o s e '), indem er die Formen des Wolfrarns riiid des Columbits nahcr verglich, gleichfalls zti dem Schlufs, tlafs beide isomorph seyen. Dieser Uinsfand war es, welclier H. R o s e veranlafste, die Tanlalite und Columbite von neuem zu untersuchen. Dazu kam noch die ztrerst von W o 1 I a s t o n gemachte Bemerkring , dafs die Tautalsaure aus finlandischem Tantalit und aus amerikanischem Columbit eiu sehr abweichendes Voluni -Gewicht besitzen. So entstaiid jene denkwiirdige Reihe von Untersuchungen, welche H. R o s e wit 1840 mit unermiidlicher Ausdauer langcr als zwanzig Jahre, bis zu seincm Tode, fortgesetzt liat , und dercn bleibendes Resultat die Entdeckuiig des Niobs war. In ihrcin Verlauf wiirtlen von ihm sclbst oder vou seincn Schiilern auch andere tantalhaltige Mineralien, wie Yltrotantnlit, Fergusonit, Tyrit IISW vou neiiem u n tersuch t. 1) Joiirii. f. p. Clr. 4, 265. 2 ) P o g g . . \ I I I I . 64, 171.


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