Ueber die Zersetzung wässeriger Lösungen von Unterchlorsäure und von Chlor im Sonnenlicht
✍ Scribed by Popper, Alfred
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1885
- Weight
- 698 KB
- Volume
- 227
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Unterschied in Betreff der Bildung des Dicinchonins wiirde nur der sein, dafs es durch Aneinanderlagerung von 2 Mol. Cinchonin ahne Austritt von 1 Mol. Cr,O entstand. Nur diese Betrachtungen bestinimten mich, fiir dieses Alkaloid anstatt der einfacheren Formel ClgHerNBO die complicirtere CS8H&,0, zu wahlen. Bei Zugrundelegung dieser Formel wiirde dann das Dicinchonin zu dem CincSonin etwa in demselben Verhaltnifs stehen wie das Diapocinchonin zu dem Apocinchonin und wiirde die Bildung yon Diapocinchonin aus dem Dicinchonin niclits anderes als einfach eine moleculare Umlagerung des letzteren bedeuten. Iittheilnng BUS dern Universitatslaboratorinm in (traa. Ueber die Zersetzung w&seriger Liisungen VOXI Unterchlorsliure und von Chlor im SonnenIicht ; von Alfred Popper. (Eingelsufen den 26. November 1884.) NacN Angahen von Mi 1 1 o n zersetzt sich eine wasserige Liisung yon Unterchlorsaure langsam in zerstreutern, schnelw in directem Sonnenlicht unter Bildung von Chlorsaure und Entwickelung yon etwas Chlor und Sauerstoff; nach C o h n erfolgt die Zersetzung $chon im Dunkeln unter Bildung kleiner Mengen von Cblorsaure und Ueberchlorsaure. Aus Chlorwasser SON allen Angaben zufolge im Licht aur Chlorwasserstoff und Sauerstoff entstehen. Herr Professor von P e h a 1 veranlafste mich , zunachst die Zersetzungsproducle der Unterchltirsiiure und, da im Yerlauf der Untersuchung Bedenken gegen die Richtigkeit der dnnalrn der Obsmie am. Bd. ii 182 P o p p e r , iibcr dis Zweetdung WCZSM+~ Lzsungen Angaben iiber die Zersetzung des Chlorwassesr: aufiauchten, auch die letztere enier neuerlichen Untersuchung zu unterziehen. Die grofse Vercinderiichkeit und der Mange1 au charakieristischen Merkmalen eines Theiles der in Frage konrmenden Zersetzungsproducte schien der erseh6pfenden L6sung der Aufgabe kawm zu bewriltigende Schwierigkeiten entgqenznstellen. Einer exacten Messnng fiihig ist die Menge des bei der Emwirkung des Lichts sich entwickelnden SauerstMs und, nach Umwandlung der gebildeten Siiuren in Kalisalee, die Gesammtmenge des Ghemisch gebundenen Chlors und Sauerstoffs ; ferner die niit Wasserstoff zu SalzsPure verbundene Quantittit Chlor und endlich die in der ebenfalls entstandenen Ueberchlorslure enthaltene Sauerstoffnienge. Aus diesen Uaten konnte man unter der Voraussetzung eines verhiiltni€sinCfsig einfach verlaufendee Processes hoffen , Qualitiit und Quantitiil der resultirenden Zersetzungsproducte zu ermitteln. Methoden. Ein chlorkeies Genienge yon Clog und CO,, entwickelt durch Einwirkung yon verdunnter Schwefelsaure auf chlorsaures Kalimn und Oxalsaure in gelinder Warme, wurde in Wasser geleitet bis nahe xur Siittigung.
Von solcben Lcsungen, deren Gehait an CIOz man durch Titrirung nach dem von v. G a r z a r o l l i und v. Haya*) beschriebenen Verfahreti ermittelte, wurden Portionen sowohl in offenen Gefafsen als in xugeschmolzenen Glasr6hren an einem dem directen Sonnenlicht ,durch rnehrere Stunden im Tag zuganglichen Ort bis zur vollstiindigen Entfarbung stehen gelassen wozu je nach der herrschenden Tempemtur und *) Diem Anualen SOB, 205.
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