Ueber die Wirkungen des Jods auf die organischen Salzbasen
✍ Scribed by Pelletier
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1838
- Tongue
- English
- Weight
- 840 KB
- Volume
- 63
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Es ist diess Bildung Ztherischer Qele oder diesen Shnlicher Stoffe durch die GBhruiig so hochst interessant , dass man mit Re& yon ihrer Verfolgung wichtige Aufschliisse iiber das organische Leben. und die Bildung geruckvoller Stoffe der Pflanzenwelt erwarten darf. Ueber die Wirkungen des Jods auf die 'organkchen Salzbasen; von P e Zlet ier. Die Wirkung, welche die Salzbilder auf' die organia achen Salzbasen ausiiken, ist noch nicht beltannt. Man weiss nicht, a b cliese Korper sicli mif den oegetabilischen Alkalien verbinden kijnnen, oder oh sie deren Zusarhmensetzung Zndern. Bilclen Jod, Brom, Chlor mit (fen Salzbasen Jodate uxid Jodiire, Eromate und Bromure, Cllrbrate U H ~ Cltlorhre ? Exisliren Jodite, Eromite und Cldorite, oJer wird die organische Base zersetzt, und w5kl in diesem FalIe Chlor, Brom und Jod dern Wasserstoff ~itbstltuirt? Ueber diese Ha'uptpuilcte sollte diese Arbeit einiges Licht geben.
W i r k u n g d e s J o d s a u f S t r y c h n i n .
Das Strychnin erhielt durch Reiben mit der Hxlfte seines Gewichts Jod eine brsunlichrothe Farbe; es wtirde de-b stillirtes Wasser. zugegeben und das Reiben fortgesetzt ; die darauf abfiltrirte Fliissigkeit war farblos, wetler sauer noch alkalisch und entbielt n u r Spuren von Jod ond Stsyclrnin, Die auF dem Filter ungelost gebliebene Maberie wurde: mit kochendem Wasser behandelti die abfiltrirte leicht XOsertrolh gefirbte Fliiisigkeit hinterliess nach dem Abrauclieir e h e n sehr geringen F&kstmd, worauf wir bal&*qz;urGck~ kommen werden. Die im Wasser, ungeI4st gebliebene Substan8 laste sicfr i n kochendem AlkohoI vijllig auf. Ah8 dt?r ocangegelben Aur6sung bildete sich dubhnZrk'alten eiae g k w e Menge hleiner schuppiger Krystallg von 6kangegelber Fdrbe,, wie Musivgold. Dbrih Abraucheru wurden aufb Neile dieselben Krystalle, erhalteh nun gegen Ende der OprafSon bildeten sich *eisse nadel€ormige Kuysfalle yon hydrojodsaurem St ry ehnin. Die gefzrbta bchuppige Substanz isf! i n kalteat Wasser &At, in. kpthendem Wasser sehr we~lig. l W c h i h r bestes: Liisungsmittel ist kochender, Alkshol Ton 36 O Cartier, aus:JAwel&er Lo$bng aie aber beim Erkahen grijs6tenlheilg i n glimmerartigen BlIttchen sich wieder ausscheidet j Sshwefdiiihei. lOst~ai~~nicht,,aiif. &I! ,Gescbhack ist anfiings w-enig marklicb,, nacb eipigel: Zeit bjttert Pnd etww adstringirend. Bei der Temperatur des kochetUCn WaSsers .&milzt 5ie aichk.; w f i einem Platinblech erhitzt eruv&cht,siq;[ b l b het sich auf, liisst Jod entweichen und . wird verkohlk> &st, sogleich, wenn der Germh, welchep dew orga&~hen Salzbasen beim Zersetzen durch Feuer eigenthhlich ist, isicbr entwickelt. D%e Sjiuren iiben auf diese Sulstanzi eine nach ibrez N a t w und n a b dem Grade h e r Conclentrathn verschiedene 'C7Tirkung am. Im Aflgemeinen~wirken sie im sehD verdiinnten Zbstande. hei der Kalte uicht neerklich; durch ein langes Kochen scheiden. sie Jod aus und nehmen Strychnin auf, welches durch Ammoniak tvieder geftllt werden kann. Coneentrirte S d p e t e r d u r a s&eidet-a selbst in der Ktlte, Jod au8 ad zersetzt die organische Suhstanz j concentrirte Schwefelshre wirkt ebenso , nnr schwtcher, Concentrirte Salzslure zeigt in der Kllte keine Wirkung auf die glimmerartige Substanz, in der Wiirme sondert sie . Tad ab uiid nimmt Strychnin d . Ammoniak zeigt weder in der Kiilte noch in der Warme eins Wirkung, Kali und Natron wirken nur in der, WPrme, es wird wenig Stqchnin ahgeschieden und in der Fliissigkeit findet man Kaliumoden Natriumjodiir. Zur Eestimmung der Verhliltnisse, in welchen das Jod und Strychnin sich verbinden, habe ich das salpetersaure Silber benutzt , welches, selbst in der Kalte, rasch auf das Sfry'chnidjodiir wirkt ; es scheidet sich Jodsilber aus und das vertinderte Strychnin (wie splfer gezeigt wird) bleibt in der Fliissigkeit , mit SaIpetersPure verbunden, zuriick. 0,74 Gram. Strychninjodiir, int luftleeren Raume getrocknet, gaben, mit salpetersaurem Silber behandelt, 0,497 Jodsilber = 0,262 Jod, wl>mach 100 Slrychnin -Jocliir 35,50 Jod enthalten. Bei einem zweiten Versuche ergabea sich 34,30 Jod in 1 OD Stry chnin jodiir. Die Menge des Strychnins wurde durch Verbrenilen mit Kupferoxgd bestimmt. 0,512 Strychninjodiir gaben 0,93 Kohlenstiure=o,n57 Kohlenstoff, d. i. 54,1011 Kohlenstoff in 100 Strychninjodiir. Da nun zoo Strychnin 77,ao Kohlenstoff enthlten, so. entsprechen die 54,iar KohIenstoff 6 ~~4 8 *) Strychnin. Hiernach ist das Strychninodiir zusammerrgeaetzt aus : *) So steht im Original (Annales de Chem. et de Phys. LXIII. 168.) DieseZahl kann uber nichtrichtigseyn, wie dieNschrechnmtg ergiebt, Vergl. auch drmal. dcr Pharrnac. XXII. 116. d. Red.
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