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Ueber die Wasserlöslichkeit und das Waschen von Schwefelsäureestern ungesättigter Fette

✍ Scribed by Steiner, C.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1935
Weight
558 KB
Volume
42
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


DaB gleiclizeitig aurli die Loslichkeit des Carbonats crhoht wird, ist zwar bedauerlich, aber niclit anders zu erwarten, und so war es das Ziel eines grot3en Teils der vorliegenden Arbeit, die Bedingungen festzustellen, unter denen die Loslichkeit der Seife genugend grot3 und die Loslichkeit des Carbonats hinreichend gering ist. Schmierseifen sind im Gegensatz zu Natronseifen in reinem Aethylalkohol so leicht loslich, daB die Losungen bei Zimmertemperatur titriert werden konnen und die Notwendigkeit, die Loslichkeit zu erhohen, nicht besteht. Alle Schwierigkeiten liegen hier in der zu grot3en Loslichkeit des Kaliumcarbonats im Alkoliol, und eine Verbesserung der bisher benutzten Methode von D a v i d s o h n miiBte darin bestehen, nach einem Losungsmittel zu suchen, in dem die Seife gut, das Carbonat aber nicht oder sehr wenig loslich ist.

Wenn auch die Loslichkeit des Kaliumcarbonats in dem Gemisch von 80 Teilen Propylalkoliol und 20 Teilen Glykol zu grol3 ist, ware es doch denkbar, dat3 vielleicht Propylalkohol allein oder rnit einem geringen Glykolzusatz geeignet ist. Zur vorlaufigen Orientierung wurden einige Versuche ausgefuhrt, bei denen eine Kaliseife mit hohem Carbonatgehalt (3,6%) verwendet wurde.

5,O g Seifc wurclen i n 60 ccm Aethylalkohol unter Erwiirnien gelost (RuckiluDkdhler rnit Xatronkalkrohr). Die abgekiihlte Liisung wurcle niit 6 g wasserfreieni Natriumsulfat versrtzt untl nach '/? Stunde rnit alkoholischer Salzstiure titriert. Verbraucht wurden 1,16 cciri 0,l n-IICL uncl nach 5 Ninuteii z u r Brseitigung tler Nachrotung weitere 0,OS ccni.

Bei Verwentluny von i 5 ccrn Propylalkohol als Liisungsmittel und \Veglassen clrs Natriuinsulfats wurden fiir 5,0 g Seife 0,OO ccni 0,ln-IICI vrrbraucht und nnch 6 Minuten noch 0,06 ccni.

Die Wiederholung dieses Versuchs, aber unter Zusatz von 3 g Natrinmsulfat, ergab einen Verbrauch von nur 0,47 ccm 0 , l n-HC1, der sich bpi Beriicksichtigung der nach 5 Minuten erfolgten Xachrotung um 0,05 ccm erhohte.

Wie diese Versuche zeigen, ist der Salzsaureverbrauch bei Verwendung von Propylalkohol bereits ohne Natriumsulfatzusatz geringer als bei Verwendung von Aethylalkohol und Natriumsulfat, noch wesentlich geringer aber, wenn auDerdem Natriumsulfat zugegeben wird. Hieraus geht hervor, daB Kaliumcarbonat in Propylalkohol weniger loslich ist als i n Aethylalkohol und daB bei der Bestimmung des freien Alkalis nach D a v i d s o h n sicher ein Teil des Carbonats mittitriert wird. Demnacli ist Propyl-, alkoliol ein geeigneteres Losungsmittel als Aethylalkohol. Ob und unter welclien Bedingungen es moglich ist, unter Verwendung von Propylalkohol das freie Alkali in Schmierseifen genau zu bestimmen, kiinnen erst eingehende Versuche zeigen.


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