𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber die Verbreitung der Chlorogensäure in der Natur

✍ Scribed by Dr. K. Gorter


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1909
Tongue
English
Weight
745 KB
Volume
247
Category
Article
ISSN
0365-6233

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Gelegentlich meiner Untersuchungen uber die Bestandteile des Kaffees htlbe ich dargetan, da13 die von friiheren Forschern beschriebene K a f f e e g e r b s a u r e kein chemisch einheitlicher Korper ist, sondern ein Gemenge von Substanzen, wovon icli die C h 1 o r o g e n s a u r e und die C of f a 1 s a u r e, beide im krystallisierten Zustande, habe isolieren konnen. Ein eingehendes Studium dieser beiden Sauren, und namentlich der Chlorogensaure, ist im Jahre 1907 als Bulletin No. XIV des Departements fur Landwirtschaft in Niederlandisch-Indien erschienen und auch in den Annalen der Chemie (Bd. 358, S. 327 und Bd. 359, S. 217) veroffentlicht. Das fortgesetzte Studium der letztgenannten Saure hat mich dazu gefiihrt, eine grol3e Anzahl verschiedener Pflanzen auf das Vorkommen dieser Saure hin zu prufen und damit einen Beitrag zur Kenntnis der Verbreitung derselben in der Natur z i i liefern. Bevor ich die erzielten Resultate hier bckannt gebc, niiirhte ich zuerst einen Ueberblick von unserer heutigen Kenntnis der Chlorogensaure geben. Die Chlorogensaure ist zuerst von P a y e n aus Kaffee, und zwar als eine Doppelverbindung mit Kali und Koffein, isoliert morden, welche er das ,,sel nature1 d u cafk" nannte. Spiitere Forscher liaben, rnit Ausnahme von GI r i e b e ll), die Resultate P a y e n s nicht bestatigen konnen; es ist mir jedoeh gelungen, dieses chlorogensauren Kalikoffeins wieder habhaft zu werden und daraus nach geeigrieter Methode die reine krystallisierte Chlorogensiiurr zu gewinrien. Diebe ist sodann Gegenstand einer cingehenden Untersuchung geworden, wovon die Resultate in obengenannter Litcratur niedergelegt sind. Die Chlorogensaure ist eine in farblosen Nadelchen krystallisierende zweibasische Saure, welche bei 208" sclimilzt2) und die I) G r i e b e 1: Ueber den Kaffeegerbstoff. Diss. Munchen, 1903. 2, Friiher habe ich den Schmelzpunkt bei 20G--207° gefunden; die durch das Calciumsalz liiridurch gereinigte SLnre schrnilzt jedoclr scharf bei 2050. Zusammensetzung C,,H,,O,, aufweist. Sie ist eine ziemlich starke Saure, wie aus der Bestimmung der Dissoziationskonstante nach dem Verfahren von S a l m l ) hervorgegangen ist. Dabei kam Methylviolett als Indikator zur Anwendung und wurde K (= 100 k) zu 0,22 gefunden. Hieraus ist ersichtlich, daB die Chlorogensaure eine noch etwas starkere Saure ist wie die Weinsaure (K = 0,097).

Es wurden mehrere Salze dargestellt, welche grootenteils schon krystallisiert erhalten wurden.


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