𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber die Verbindungen von Bromal und Chloral mit Benzol

✍ Scribed by Goldschmiedt, Guido


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1873
Weight
327 KB
Volume
6
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


C a o H,, 0, sprechenso miissea die Krystalle als ein H y d r a t der polyrneren Verbindung, von der Zusarnrnensetzung (C, H, 02)2 H, 0 betrachtet werden. Diese Retrachtungsweise findet ihre Bestiitigung in dem Verhalten des Kiirpers beim Erhitzen und in seiner Entstebungsweise.

Ueber ein ahnliches krystallinisches Produkt aus der Oenanthylreihe, das ich durch Einwirkung van festem Kali auf Oenanthol hei 0 0 bekornmen habe, ist von mir bereits im vorigen Jahre berichtet worden. Es scheint noch weniger bestandig zu sein und geht ungemein leicht in die dem Oenanthol polymere zahe Fliissigkeit iiber. Beim Erhitzen giebt es wie diese letztere Oenanthol und die durch Wasserverlust erzeugten Condensationsprodukte. Demnach scheint es dem aus Valeral abstamrnenden krystallinischen Kiirper analog zu sein. Ich habe dasselbe fibrigens nicht naher untersucht.

M o s k a u , den 3. Juli 1873.

267. ffuido Goldschmiedt: Ueber die Verbindungen von Bromal und Chloral mit Benzol.

(Eingegangen am 19. Juli; verl. in der Sitzung von Hrn. Oppenheim.) D i p h e n y l t r i b r o m a t h a n . Bringt man Brornal und Benzol, im Verhiiltniss von einem zu zwei Molekiilen, mit etwa dern doppelten Volumen concentrirter Schwefelsaure zusammen, so fiirbt sich das Gemenge zunachst orangegelb und geht durch Braun in ein schmutzigee Griin iiber. Gleichzeitig findet, besonders wenn kein Ueberschuss von Benzol angewandt wurde, welches die entstandene Verbindung in Liisung erhalt, eine Ausscheidung von rnanchmal ziemlich grossen Krystallen statt. Die Reaction ist rneistens erst nach zwei bis drei Tagen beendet, worans es sich erklart, dass dabei keine Warrneentwicklung bernerkbar wird; gegen Ende derselben entweicht Bromwasserstoffsaure. Nachdem die Masse breiig geworden ist, wird sie in Wasser gegossen, der sich ausscheidende Krystallkuchen zuerst mit kaltern, dann rnit warmem Wasser gewaschen und aus absolutern Alkohol, unter Anwendung von Thierkohle, umkrystallisirt. Die dabei erhaltenen Erystalle bestehen aus Nadeln oder Bllttchen; zur Analyse wurden -dieselben nochrnals urnkrystallisirt und iiber Schwefelsaure getrocknet.

Gefunden.

Berechnet fur C, H I Br,.


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