Ueber die Säurebeständigkeit einiger höhermolekularer aliphatischer Schwefelsäureester
✍ Scribed by Seck, Willy
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1934
- Weight
- 537 KB
- Volume
- 41
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Der pH-Bereich, in dem die wasserigen Losungen der Fettschwefelsaureester ohne Beeintrachtigung ihrer technologischen Eigenschaften verwendet werden konnen, geht weit iiber diejenigen Grenzen hinaus, die der Verwendung echter Seifen in saurem oder alkalischem Medium gesetzt sind. Bei den fettsauren Alkalien, den e c h t e n S e i f e n , geniigt bereits das durch die Hydrolyse des Wassers verursachte Verlassen des Neutralpunktes, um eine Homogenitatsstorung des Seifenhydrosols hervorzurufen. Aus den Versuchen von D o n n a n und seinen Mitarbeitern'), weiterhin von P r o s c h 3 und L e t h e n ' ) wissen wir, daE bei diesen Homogenitatsstorungen Adsorptionsverbindungen von neutraler Seife mit der durch Hydrolyse freigewordenen Fettsaure entstehen. Wird durch Erliohung der Wasserstoffionen-Konzentration die Bildung freier Fettsaure aus Seife begiinstigt, so erhoht sich dementsprechend der saure Anteil innerhalb der Adsorptionsverbindung, bis der Grenzfall, die quantitative Ausscheidung freier Fettsaure aus der sauren Seifenlosung, erreicht ist. Dieser Vorgang ist stetig und in nicht zu weit vorgeschrittenem Stadium reversibel. Das heiEt, solange der Anteil freier Fettsaure innerhalb der Adsorptionsverbindung noch gering ist, kann durch Herabsetzung der Wasserstoffionen-Konzentration der Losung die makroskopische Homogenitat wieder hergestellt werden. Selbst im Grenzfall, wo die Ausscheidung ausschliefllich aus freier Fettsaure besteht, ist es theoretisch moglich, durch Neutralisation ein homogenes Seifensol zuriickzuerhalten, wenngleich auch hier die Bedingungen fur die als Grenzflachenreaktion verlaufende Ruckbildung von Seife nicht immer gegeben sind. Trbtzdem kSnnen die Verinderungen, die ,,neutralel' SeifenlSsungen unter dem EinfIuE von Wasserstoffionen erfahren, vom kolloidchemischen Standpunkt aus a h reversibeI angesprochen werden, da eine irreversible, substanzielle Veranderung des Seifenanions nicht stattfindet. Allerdings geniigen fur die Beeinflussung des kolloidalen Zustandes und damit der technologischen Eigenschaften einer Seifenltisung bereits geringfiigige Veranderungen der Wasserstoffionen-Konzentration, so ' 1
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