𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Ueber die Salze der Parabansäure

✍ Scribed by Menschutkin, N.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1874
Weight
643 KB
Volume
172
Category
Article
ISSN
0074-4617

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Beikufig meincr Methode der Synthwe den Uramidasauren aus cyansaureni Kalium und den Salxen der Amidosauren habc, ich die Ansichi ausgesprochcn , Parabarislure sei IJroximid, CtOE(CO. HyN)N, also ein Derivat des Oximids 3. W e p i der mengelhaften Kennkiifs der Saureimide konnte d a d s diese Ansicht nicht gepriift werden, erst jetzt, nachdm die Vermandlungen des Succinimids studirt sind "3, konnte ich diew IJntersuchunp wieder aufnehmen. Konimen namlich der Parabanslure die Eigensohaften eines Imids e u , SQ wird sie duwh Arnnioniak in das entsyrechende Amid, Oxahraniid, Cbergefiihrt. Man crhdlt wirklic$ Oxaluramid hei dieser Reaction, doch entsteht es als Endproduct ; xwischen ihm und der Farabarishure stelit das yarabansaure Ammoniak. I)ie Entdechung des Ielzteren hat die Darstellung auch anderer Parabansiiurrsalze hervorger:ifen. Bislang trug die Parabansaure nicht einen slrenp richtigen Namen, denn das einzig bekannte Salz derselher. ist ein Silber-*) Diese Annalen 168, 107. Mehe Mctbode wird der letzter, Zeit manchmal mderen Chcmikern zugeschribhen (vgl. R a um a n n ui:d H o p p e ~S e p l e r , Berichte det deutacheu ohenushen Genellschaf? V, 35)

"3 Dieee hnnalen XSS, 165. Annal. d. Chem. 11. Pbnrm. 17'2. Bd. 6 74 M e n s c h u t k i n , uber die Sake salz ; wegen der Fahigkeit verschiedener Saureamide, solche Silbersalze zu bilden, kann dieses allein die Verbindung hicht zur SPure stempeln , wahrend die Betrachtung der Parabansiiure als wirkliche Siiure unvereinbar mit den jetzt uber diese Verbindung herrschenden Ansichtcn ist und sowohl neue als auch wichtige Schldsse iiber die Korper der Harnsauregruppe zuzulassen verspricht. Die vorliegende Abhandlung sol1 zuniichst diese Icrage erllutern. Bereitet wurde die Parabansaure, nach vielen mifslungenen Versuchen, nach der Vorsckifl VOR L i e b i g und W 6 h 1 e r +). Man nimmt 6 Th. Salpeterslm'e, sy. G. 1,3, erwllrmt bis euf etwa 700 und trPgt in kleinen Portionen, aber so rasch als das Schaumen erlanbt, i Th. Harnsiure in dieselbe. Nachdem alles gel%t ist, dampt? man die Salpetersllure ab, zunachst auf freiem Peuer, hernaclr auf dem Wasserbade. 1st die Pltissigkeit geh6rig eingedampft , so gesteht sie nach einiger Zeit, biswdlen vollstfindig , zu einer krpstallhischen Masse. Von dieser wird , unter Anwrndung der Wasserluftpumpe, die Flussigkeit abfiltrirt , die Krystalle auf einem Ziegelstein getrocknet und aus Wasser umkrystallisirt. Die rohe Saure in i1/% Th. kochmdem Wasser gelost giebt beim Erkaltw schbne charakteristische breite Nadeln der Parabanslure. Uie salpeterslureltaltigcn Laugen geben bei weiterem Eindanryfen noch etwas, meist abw mit Oxalsaure verunreinigte Silure. Die L i e b i g-W 6 h 1 e r'sche Vorschrift giebt zwar eins nicht besonders gute hiisbeute (30 Grm. Harnsaure liefern etwa 10 Grm. Yarabansaure) , doch ist die erhaltene Parabansiiure *) Diem Annalen S6, 285. In first allen Lebrblchem L t das Hauptmoment der Duetellung niaht angefiibrt, ubniich die Einwirkang der Sdpeters&.ue aui Harnsliure in der W'drme.


📜 SIMILAR VOLUMES