𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber die Salpeter - Schwefelsäüre und deren Verhalten zum Schwefel, Selen, Phosphor und Jod

✍ Scribed by C. F. Schoenbein


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1847
Tongue
English
Weight
593 KB
Volume
146
Category
Article
ISSN
0003-3804

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✦ Synopsis


Jod; oon C. F. S c h o e n b e i n .

w e n n ich lnich nicht irrc, so nehmen die Chemiker an, dafs sich die einfach gewlsserte Schwefelslure mit dem ersten Hydrat der Salpetersanre in der Kalte inischen lasse, ohne dafs diese Verbindungen irdendwie chemisch auf einander einwirkten. Die theorctischen Ansichten, welche ich iiber die genaniiten Saurehydrate habe, lieken mich vermuthen, dafs diese Annahme irrig sey. Von der Voraussetzung ausgehend : Schwefelsaurehydrat sey =S 0 , + H 0 , Salpetersaurehydrat =NO,+HO, und das R o s e'sche doppelt schwefelsaure Stickoxyd = 2S0, + NO, , hielt ich es fur wahrscheinlich, dafs beim Vermischen der genannten Slurehydrate die letzt erwahnte Verbindung entstehe, und als Folge hievon das in beiden Saureii cnthaltene Wasserstoffsuperoxyd entweder abgetrennt werdc oder in einer lockeren Verbindung mit der schwefichtsauren Untersalpetersliire verbleibe gemafs, dem Schema 2 ( S 0 I + H 0 ) + N 0, + H O =2S 0, + N 0, + 3H 0 2. Aus dieser Annahme wiirde folgen, da€s die Salpeter-Schwefelsaure kraftiger zu oxydiren vermiichte , als diefs SalpetersSure und Schwefelskwe in ihrem isolirten Zustande zu tbun im Stande sind, dafs mit andern Worten unser Saureganisch gegen manche Korper als eine Art von Kii-, nigswasser sich verhielte, in welchem das Chlor durch Wasserstoffsuperoryd ersetzt ware. Eine weitere Folge meiner Hypothese wurde seyn, dars Wasser aus dem Slmegemisch Stickoryd abscheiden miisse, falls jenem sein H 0, durch einen oxydirbaren Korper entzogen worden ware.. Nachstehende Augaben werden zeigen in wie weit die Er-. fahrung mit der aufgestellten Ansicht iibereinstimmt.


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