Ueber die quantitative Bestimmung der Borsäure
✍ Scribed by Stromeyer, August
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1856
- Weight
- 774 KB
- Volume
- 100
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
morneter bei 18,750 R., der Krystallisationspunkt trat also um 0,150 hoher ein.
Dieselbe Menge Kalisalpeter mit 2 pC. Natronsalpeter versetzt krystallisirte bei 19,1 , also 0,35O hoher.
Dieselbe Menge mit 3 pC. Natronsalpeter versetzt krystallisirte bei 19,6O, also 0,SO hoher, und mit 4 pC. Natronsalpeter dieselbe Menge Kalisalpefer versetzt krystallisirte bei 20,30, also 1,55O hoher u. s. w. Die Erhohung des Krystallisationspunktes schreitet nicht im Verhaltnik mit dem Zusatz von Natronsalpeter fort; sie betragt fiir ein Procent von demselben nicht einen bestimmten Theil eines Grades, und delshalb ist aus der Erhohung des Krystallisationspuriktes nicht auf den procentischen Gehatt des zti untersuchenden Salpeters an Natronsalpeter zu schlieken. Ueber die quantitative Bestimrnung der Borsaure ; von August Strometjer. -B e r L e 1 i us hat hierzu das Borfluorkalium vorgeschlagen"). Man sol1 die borsanren Salze durch Abdampfen mit Flulssaure in Fluorbormetalle verwandeln und daraus durch essigsaures Kali und Alkohol Borfluorkalium niederschlagen.
R o s e und W e b e r **) pruften diesen Vorschlag , erhielten aber ungunstige Resultate. Nur mit reiner Borsaure gelang es einigermafsen. Sie ward mit Flufssiiure versetzt , der Ueberschufs davon durch Erhitzen rnit kohlensaurem Kalk abgeschieden und dmn durch essigsaures Kali und Alkohol Borfluorkalium gefallt, dessen Gewicht annahernd der ange-*) B e r z e l i u s , Lehrbuch der Chemie. 3. Aufl. Bd. X. **) Pogg. Ann. LXXX, 262 u. R o s e , anal. Chem. 11, 730. wandten Borsaure entsprach , wiewohl es nicht rein war, sondern Borfluorcalcium enthielt. Auch Ramm e l s b e r g *)
hat bei seiner Arbeit iiber die Trirmaline vergebens dieses Verfahren versncht. Ich habe nun gefunden, dafs wenn die Borsaure nur an Alkalien gebunden ist , am besten an Kali allein, sich durch Vcrwandeln in Borfluorkalium sehr genaue Resultate erhalten lasscn. Seine Formel ist KF, BFs. Es mufs daher auf ein Atom Borsiiure wenigstens 1 Atom Kali gegenwartig sein, und der Sicherheit wegen mufs man noch einen Ueberschufs davon auf die vermuthlich vorhandene Menge derselben anwenden. Dampft man nun mit iiberschiissiger Flufssaure iin Wasserbade zur Trockne ab, so bleiben Borfluorkalium und flufssaures Fluorkalium PF, HF. Da R o s e gefunden hat, dafs das Borfluorkalium in starkem Spiritus unloslich ist, versuchte er dadurch das Fluorkalium zu entfernen it*). Diefs gelang aber nicht. Da Fluorkalium KF und flufssaures Pluorkalium KF, HF, obwohl zerfliefsliche Salze, doch durch Alkohol aus concentrirten Losungen gefiillt werden, so ist das Mifslingen nicht auffallend. In verdiinntem Spiritus (2 Vol. von 0,84 und 1 Vol. Wasser) liisen sie sich dagegen leicht, jedoch liiste sich darin auch das Borfluorkalium schon zu stark auf, so dafs ich kein brauchbares Resultat damit erhielt. Dagegen gelingt es mit einer concentrirten Losung von essigsaurem Kali, worin sich KF, HF ganz leicht, das KF, BPS aber nicht auflost. Das essigsawe Kali liifst sich dann durch starken Spiritus fortwaschen. Man bindet also die Borslure auf eine passende Weise an eine hirireichende Meage Kali, setzt dann reine Flufssiiure im Ueberschufs zu und dampft im Wasserbade zur Trockne ") Pogg. Ann. LXXX u. LXXXI. **) Pogg. Ann. LXXX, 262.
6" *) R a m m e l s b e r g , Nandworterb. d. Mineral. S. 71. **) S t r e c Ir e r in diesen Annalen XCY, 180. ***) v. B i b r a in diesen Annalen LXXXVII, 184. *) Diese Annalen LXXYI, 269. **) R o s e , anal. Chern. Bd. 11, S. 738. *) Diem Annalen LXXXVII, 137. **) Rose, anal. Chem. Bd. I , S . 742. *) Aus dessen Inaugural-Dissertation. Gottingen 1856. S c h r 6t te r's Versuche iiber die liier besehriebenen Phosphormetalle siehe in den Sitzungsberichten der Wiener Acadernie 1849, S. 301.
📜 SIMILAR VOLUMES