Ueber die physikalischen Eigenschaften dünner, fester Lamellen
✍ Scribed by G. Quincke
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1888
- Tongue
- English
- Weight
- 978 KB
- Volume
- 271
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
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✦ Synopsis
UebeP d i e p h ys iku 7 i s c7i e PL Eige I L sch cifte I L d i i n r m * , festw Lcomellei~; z v m G. Q u irhcke. (Die Resiiltate dieser Utitersachung 1 1 urden der I<. Academie der Wisseiischaften zii Berlin mitgetheilt am 12. Juli 1888.) (HiPrxu Tat'. \ I Fig. 1-4.)
0 1. E i n l e i t u n g . -Die genieinschaftlichc Grcnzfiacho zweier Pldssigkeiten 1 und 2 hat das Bestreben, miigliclist klein zu werden. Die Kraft, welche dabei in der gemeinschaftlichen Grenze wirkt, nennt man die Cupillarconstante oder Oberfliichenspannung u12 der gemeinsarnen Grenzfliiche. Ich habe vor 18 ,Jahren verschiedene Methoden angegeben, dieselbe numerisch zu bestimmen. l)
Aehnliche Krafte hat man in der Grenzfliichc eines festen Korpers mit Luft oder mit einer anderen Fliissigkeit anzunehmen.2) huch diese E'liichen haben das Bestreben, moglichst klein zu werden. Die Erscheinungen werden aber wesentlicli andere bei der Grenzfliiche einer Fliissigkeit und eines festen Korpers, RIS bei der Grenzflache zweier Fliissigkeiten, weil in erstereni Falle eine seitliche Verschiebbarkeit fur die Theilchen der ersten Substanz nicht vorhanden ist.
Wenn man den Einfluss anderer Kriifte, besonders der Schwerkraft, ausschliesst, nehmen die Grenzfliichen zweier Fliissigkeiten Kugelgestalt an und bilden Kugeln oder Kugelschalen (Blasen). Die Grenzflache einer Fliissigkeit und eines festen Korpers bildet dagegen im allgemeinen Falten, ~ 1) 0. Q u i u c k e , l'ogg. Ann. 139. p. 1. 1870. 3 ) G. Q u i n c k c , Pogg. Ann. 131. p. 3%. 1868; Wied. Ann. 2 . p. 192. 1877. Auu. d. PllJS. u. c1,err.. N. F. I Y X Y , 3 6 562 G. Quincke. unter gewissen Bedingungen cylinderfijrmige Gestalten oder Rohren, da eben die zur Bildung von Kugelflichen nothwendige seitliche Verschie bbarkeit bei den Theilchen des festen Korpers fehlt. Ich werde im Folgenden den experimentellen Beweis fur diese Behauptung fuhren. Hr. G. v a n d e r Mensbrugghe') hat in der Oberflache fester Rorper eine Extensionskraft angenommen , im Gegeiisatz zu der Contractionskraft einer Flussigkeitsoberflache. Diese Annahme ist mit der Erfahrung nicht in Ue bereinstimmung.
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