𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber die Oxydation der Mineralöle zu Aldehyden

✍ Scribed by Schulz, Ferd.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1913
Weight
352 KB
Volume
20
Category
Article
ISSN
0366-7960

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✦ Synopsis


1st dies der Fall, so kame es darauf an, dass die Kerne an Ort und Stelle von dem nur als Ballast zu bezeichnenden Frucht-' und Samenschalen befreit wurden. Denn bei den schwierigen Verkehrsverhaltnissen Deutsch -Sudwestafrikas lohnt sich bei einem Fettgehalt von 6,15% in der ganzen Frucht der Transport keineswegs. Anders liegt es bei den Kernen mit uber 50% Von Dr. Fc Nachdem das schwere Bromderivat sick am Boden abgesetzt hatte, wurde das farblose Wasser abfiltriert und mit Silbernitrat der Bromwarserstoff ausgefallt. (Das verwendete Bromwasser enthielt nur Spuren Bromwasserstoff.) I. 0,9988 g Oel entfarbte 29 ccm Bromwasser (1 ccm = 0,0165 g Br.); das farblose Wasser ergab 0,4660g AgBr = 0,1982g Br. 11. 0,5006g Oel entfarbte 13 ccm Bromwasser (1 ccm = 0,0197 g Br.); das farblose Wasser ergab 0,2568 g AgBr = 0,1093 g Br.) Das Oel entfarbte folglich 48 % und 51 % Br.; von dem verbrauchten Brom wurden in dem entfarbten Wasser als Bromwasserstoff 41 % und 43 % wiedergefunden, alsounter Berucksichtigung der Versuchsfehler der Methodedie Halfte. Wir haben hier mit einemFal1 von momentaner Bromsubstitution zu tun, welche insofern von Wichtigkeit erscheint, als die Entfarbung von Brom bezw. Bromwasser fast durchwegs als ein Merkmal von Addition an ungesattigte Kohlenwasserstoffe gilt1). Die zahlreichen Angaben uber das Vorkommen und die Bildung uon ungesattigten Kohlenwasserstoffen in Petroleumprodukten, beim Krakprozesse usw., welche auf diese Reaktion sich stutzen, bedurfen also einer Ueberpriifung. Wie bereits oben bemerkt, wurde die Oelfraktion, welche bis 300° C uberging in atherischer Losung mit Natronlauge gewaschen. DieseLauge wurde dann mit verdiinnter Schwefelsaure angesauert, wobei sich eine geringe Menge Oel abschied, welches den bekannten starken und unangenehmen Geruch der Petrolsauren zeigte. Es wurde in Benzin aufgelost und mit Kupfersulfatksung geschuttelt, wobei nach Zusatz eiqiger ,Tropfen Zehntelnormallauge das Benzin sich smaragdgrun. farbte. Nachdem nun diese Reaktion von Charitsch-


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