Ueber die hydrolytischen Wirkungen des Pankreas und des Dünndarms
✍ Scribed by Brown, Horace T. ;Heron, John
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1880
- Weight
- 883 KB
- Volume
- 204
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Vor kurzem fanden M u s c u l u s und v. M c r i n g , d a b bei der Einwirkung eines wiissrigen Pankreasauszugs auf Stlrkekleister Maltose gebildet wird. Durch Dr. W. R o b e r 1 s wurden wir ersucht diese Entdeckung naclizuprufrn und wir kBnnen nunmehr nicht allein die Angaben jener Beobachter in jeder Hinsicht bestatigen , sondern wir haben auch , indeni wir gewisse andcre Fragen, die sich uns irn Laufe der Untersuchung aufdrfngten, nfher verfolgten , eine Reihe von Thatsachen festgestellt, welche uns fiir die Physiologic von Wichtigkeit zu sein scheinen, da sie im Stande sind auf den noch unaufgeklarten Procefs der thierischen Verdauung einiges Licht zu werfen. I. Hydrolytische Wirkung des Paakreas. Die stlrkeverwandelnde Wirkung des Pankreassecrets scheint zuerst von B o u c h a r d a t und S a n d r a s 0 ) irn Jahre 1845 beobachtet worden zu sein. Ein genaueres Studium der allgemeinen Functionen der Driise wurde im Jahre 1856 von Seiten C l a u d e B e r n a r d ' s **) und wenige Jahre spater von G o h n h e i m ***) unternommen. I m Jahre 1862 iso-*) ,,Dee Fonctions du Pancreas et de son Influence dans 18 Dig+ **) ,,Mdmoire sur la Pancr8aeu 1856; Lewns de PhJsiologie expdri-etion den Fdculents'; Compi. rend. SO, 1085. mentale, Pari~ 1866. ***) Virchow'e Archip re, 241 (1863). Wirkungen deJ Pankreae und des Diinndams. 220 lirte D a n i l e w s k y *) nnd 40 Jahre spilter Hfifner **) ein lbsliches stlrkeverwandelndes Ferment aus dem Pankreas, der erstem durch Ansiiuern des wissrigen Auszugs mit Phosphorslure und Flllen mit Kalk, der endere durch die sogenannte Glycerinmethode, die zuerst von W i t t ic h beschrieben worden ist. H ii f n e r fand, d a b der isolirte Kjrper, der ohne Zweifel noch unrein war, i4,95 pC. Stickstor, aber eine geringere Wenge von Kohlenstoff und rnehr Sauerstoff als gewbhnliches Eiweifs enthielt. Lange hat man als sicher angenomnien, dafs der gfihrungsfahige Zucker, der durch die Einwirkung des Pankreas auf Starkehrei entsteht, Dextrose sei , bis N a s s e im Jahre i878 +a*) den Nachweis zu fuhren suchte, d a b der gahrungsfahige und Kupferoxyd reducirende Kbrper , der bei der Einwirkung von Speichel auf Starke gebildet wird, eine besondere Zuckerart sei, welche er mit dem Namen Plyaloss belegte, und er es als wahrscheinlich betrnchtete, dafs die Einwirkung des Pankreassafts in der Bildung desselben KBrpers bestehe. N a s s e hat jedoch weder eine Isolirung dieser hypothetischen Zuckerart, noch eine annlhernde Bestimmung ihres specifischen Drehungsvermtigens ausgefiihrt ; er begniigte sich, ihre Verschiedenheit von der Dextrose aus ihrer Nichtreducirbarkeit durch B ar f o e d'sche Lcisung und der Verdoppelung ihrer reducirenden Kraft beim Kochen mit verdiinnten Sluren hereulei ten. Zu Anfang des vorigen Jahres verciffentlichten M us c Ul u s und v. M e r i n g $) eine wichtige Abhandlung fiber die *) ,,Ueber specifisch wirkende Korper des natfirliohen nnd kilnstlichen pankreatischen Safts'; Virchom's Archiv E6, 279. **) Journal fiir praktische Chemie [2] 6, 396 (1872). ***) Pfliiger's Archiv fiir Physiologie 14, 478. +) Bull. soc. chim. 81, 105.
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