Ueber die flüchtigen Säuren im Käse
✍ Scribed by Iljenko, P. ;Laskowski, N.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1845
- Weight
- 657 KB
- Volume
- 55
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
78 I l j e n k o u. Laskowski, Cber die friich&~en Sauren Man ersieht aus dieser Arbeit , dafs mit Hiilfe von Liebig's Ansicht uber die Art und Weise, wie die Harnsiure im Harn aufgelost enthalten ist, nicht nur die Entstehung aller verschiedenen harnsaurehaltigen Sedimente leicht erklirt werden kann, sondern auch, d a b sic sich simnitlich kunstlich nachmachen lassen. Ich glaube daher, dafs sie einigermafsen dazu beitragen wird, diese Ansicht allgemein zu machen. Ueber die fluclit,igen Siiuren im Base; yon P. Z@nlio und AT. Laskowski. Unter den chemischch Vorgiingen, zu denen die naheren Bestandtheile thierischer Harper bei ihrer wechselseitigen Beriihrung an der Luft und bei einer mlfsigen Temperatur Anlafs geben, sind die Veriinderungcn , welche mit den Bestandtheilen der Milch unter dcnjenigcn Umstanden niit der Zeit vor sich gehen, unter welchen diese Bestanrltheile in den Kasearten neben einander bestehen , gewifs eben so interessant , als noch nicht hinlanglich erforschl. Es diirfte daher keine Thatsache unwillkommen seyn, die in irgend einer Art beitragen konnte zur niheren Kenntnifs dieser Verinderungen , welchc , abgcsehen vom rein chemischen Interessc und davon, d a b sie ein in diiitetischer und selbst toxikologischer Hinsicht merkwiirdiges Nahrungsmittel betrelien, schon wegen einer gewissen Pu'aturlichkeft der sie bedingenden Momente wichtige Erklarungen und Analogien fur physiologische Erscheinungen gestalten. Diesen Betrachlungeq zufolgc erlauben wir uns die Veriiffenllichung nachstehender Untersuchung , die in dem Laboratoriutn zu Giefsen, auf Veranlsssung und uder den leitenden An-weisungen des Hrn. Prof. Liebig veranslaltet wurde, und zit deren experinienteller Ausfiihrung er die Gute hatte uns aufzumuntern. Dieser kleinen Arbeit iiber die fluchligen Sauren des Kises fugen wir die Resultate von ein paar vorllufigcn Versucben bei, die wir wahrend derselben Zeit mit einigen nichtfliichtigen Kiisebestandtheilen zu machen Gelegenheit Iiatten. fliicl&'ge Sauren im Iiiise. Zur Gewinnung derselben wurde auf folgende Weise verfahren : 50 Pfund hess. stark riechender Liinhurger Ktise wurden, in Stucke geschnitten, in eincr Destillirblase mit einer hinreichenden l\lcnge deslillirten Wassers iibergossen und das Gcmengo der Dcstillalion unterworfen. Das Anbrennen des Kjses wurde durch Hinxufugung neuer Quanlitaten Wasser und Umriihrcn des Blaseninhalts vcrrnieden. Die stark amrnoniakalischen, etwas triiheti Dostillate wurden in Flasclien aufbewahrt , deren Mundungen vor 1,uftwechsel gcscliiitzt wren. hlit der Dcstillalion, die niehrere Tage wahrle, wurde so lange forIgefah.cn, als die ubergehende Fliissigkeit noch den eigenthiimlichen Gcruch dos Kgses zeigte. -Dic so erhaltenen Destillate wurdcn mit verdunnter Schwefelsaorc fibersattigt und von neuem der Deslilbtion unterworfen. Die iibergehende Fliissigkeit reagirte m5fsig sauer *$. *) Sie enthielt auf ilirer Oherfllchs einen feetten , lcicht scliinelzbnrcn Kdrper. In dcr Glasrdhrc, durch wclclie dio Vorlage mit dem Kiihlapparate verbunden war, crschicn dicser Horpcr in Gestalt einer weifsen, wie tianipfcr gliinzendcn Gnllerte, dic sehr voluminds war, in der J'orlage aber scltnell zusaiimcnbackte und dann in Form von kleinen Iiliinipchcn crschien, die anrangs fast farblos waren , sich aber an cler Luft bald inlensiv rdthcten utid cine kbruig-wachsartige fiesrliatknlwit zcigtcn. lii tlicscni %~~~t;tutlc hesafs die Substana cine
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