𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber die Farbstoffe der Safraninreihe

✍ Scribed by Nietzki, R.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1883
Weight
708 KB
Volume
16
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Ueber die Ferbstoffe der Sfbfraninreihe. (Eingegangen am 15. Februar; verlesen in der Sitzung von Hrn. A. Pinner.) Das Safranin war vor fast 11 Jahreii Gegenstand einer ausfuhrlichen Untersuchung der HHrn. A. W. H o f m a n n und A. Geygerl). Seit der Pubiikation dieser Arbeit, welcher wir hauptslichlich die Kenntniss der Zusammensetzung dieses interessanten Farbstoffes verdanken, sind nur einige kurze Notizen iiber den Gegenstand erschienen. Hr. 0. N. W i t t z ) theilte zuerst eine in der Technik angewandte Bildungsweise des Safranins xdurch Oxydation eines Gemenges von Paradiaminen mit primiiren Monaminens mit. B in d s c h e dl e r 3) machte iiber diese Methode etwas genauere Angaben und dehnte dieselbe auf einige alkylsubstituirte Diamine und Moiiamine aus. Hr. W i t t hat neuerdings in einer Abhandlung iiber die Indophen~lfarbstoffe~) auch die Safraninbildung etwas ausfuhrlicher besprochen. Durch Oxydation eines Gemenges von 1 Molekiil Paraphenylendiamin rnit 2 Molekiilen Anilin stellt dieser Chemiker ein Safrank dar, welches als das erste Glied dieser Farbstoffreihe angesehen werden muss, und widerlegt dadurch selbst die von ihm friiher ausgesprochene Ansicht 9, dass in dem damals allein bekannten Sa&anin der Toluolreihe eine Methylgruppe die bindende Rolle spiele. W i t t stellt Safraninfarbstoffe durch Oxydation von 1 Molekiil des Paradiamins mit 2 Molekiilen Anilin oder Orthotoluidin dar, und fand ferner, dam (entgegen der Beobachtung Bindschedler's) nur ein Molekiil dieser Montmine durch Paratoluidin ersetzt werden kann, eine Thatsache, welche meiiie eigenen Versuche best2itigten. W i t t hat ferner beobachtet, dass man die Diamine durch solche Kiirper ersetzen kann, welche bei der Reduktion in Jene iibergehen, wie z. B. die Dichlorchinonimide oder die Nitrosoderirate tertiiirer Basen. Da diese Korper selbst wenig Sauerstoffentziehend wirken, so reagiren sie ohne Oxydationsmittel direkt auf die Monamine.

Als Oxydationsmittel diente mir in allen Fiillen Kaliumbichromat, welches in heisser, neutraler Liisung zur Verwendung kam. Dae Safranin ist dabei das Produkt einer zweiten Reaktionsphase.

Bei kalter Oxydation entstehen namlich Kiirper ron blauer, griiner oder violetter Farbe, welche sehr unbesandiger Natur sind und schon l) Diese Berichte V, 526.


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