Ueber die Einwirkung von Thiophosgen auf secundäre Amine. II
✍ Scribed by Billeter, O. ;Strohl, A.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1888
- Weight
- 478 KB
- Volume
- 21
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Ueber die Einwirkurng
Ton Thiophosgen auf sscundare Amine. 11.
(Eingcgangon am 7 . Jaouar; mitgetheilt in dcr Sitzung von Hrn. 0. Billeter.) Die Untersuchuug, iiber welche unter obigem Titel eine erste Mittheilung 'In diesen Iierichten erschienen ist I), ist noch nicht abgeschlossen. Indess darf ich dnch nicht langer zogern, uber deren Fortgang zu berichten, da einerseits eine mehr oder weniger abgeriindete Reihe von Resultaten vorliegt , andererseits mein Mitarbeiter, Hr. A. S t r o h l , verhindert ist, sich an der Portsetzung der Arbeit zu betheiligen.
Dieser Korper wird im hiesigen Laboratorium seit mehr als 2 Jahren 2, nach der Methode dargestellt, uber welche Hr. K l a s o r i kiirzlich berichtet hat, d. h. durch Reduction von Perchlormethylmercaptan mit Zinnchlorur. Hr. Dr. K e r 11, Farbenfabrikant in Basel, hatte an deren Ausarbeitung namhaften Antheil, da der Korper in technischer Hinsicht Interesse zu bieten versprach. Infolge dessen war eine Veroffentlichung unterblieben. Erst im Laufe des vergangenen Sommers hatte ich an der Jahresversammlung der schweizerischen naturforschenden Gesellschaft daruber be-richtet, bevor K l a s o n ' s Mittheilung erschienen w a r , und ohne von dessen friiherer schwedischer Publication Kenntniss zu haben. Ijeber die Darstellungsweise ist den von Klas 011 gernachten Angaben nichts Weseritliches Leizufugen. Der Siedepurikt des reinen Thiophosgens wurde zu 72.8O ( b = 730 nim), sein spec. Gewicht bei 15O zu 1.5085 gefunden. Zunachst ein Wort fiber das Thiophosgen. nt~i fruher beschriebenen bisubstituirteri Thiocarbaminchloriden hat Hr. S t r o h l zugefugt das P r o p y 1 p h e n y 1 t h i o c a r b a m i n c h 1 o r i d , C S GIN C,: Hs . Ct HT . Das zu verwendende Propylanilin wurde nach H e p p aus Natriumacctanilid und Propyljodid gewonnen und durch Umkrystallisiren des Chlorhydrates aus Alkohol gereinigt. Es siedete constant bei 220° (unter einem 'Druck von 727 mm, Thermometer ganz im Dampf). Das Chlorid krystallisirt aus Petroleumather in dicken, farblosen Prismen, die gegen feuchte Luft vie1 bestaodiger sind, als die aethyl-und Methylverbindungen 3). Schmelzprinkt 36 O. I) Diese Berichte XX, 1629. 2) Zuerst von A. S t e i n c r und dem Berichtorstatter. 3) Das Aethylphenylthiocarbamincblorid wird am leichtesten vollkommen rcin und farblos erhalten durch Umkrystallisiren aus reinem Aether.
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