Ueber die Einwirkung von Salpetersäure auf Pyrrylmethylketon
✍ Scribed by Ciamician, G. ;Silber, P.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1885
- Weight
- 109 KB
- Volume
- 18
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Salpetershre auf Pyrrylmethylketon.
[Vorl&uiige Mittheilung.] (Eingegangen am 17. Fehroar; mitgetheilt in der Sitzung von Hrn. A. Pinner.) Der griisste Theil der der Pyrrolreihe angehorigen Kiirper widerstehen nicht der Einwirkring ron Salpetersaure: ein Grund, wesshalb bisher SO wenig Nitroverbindungen dieser Gruppe bekannt waren. Vor einigen Jahren') hatte der eine von uns in Gemeinschaft mit Hrn. D a n e s i Gelegenheit, zwei Nitroabkiimrnlinge des Pyrocolls, das Dinitropyrocoll und die Mononitro-cccarbopyrrolsaure zu beschreiben ; es waren dies bislang die einzigen bekannten Nitroverbindungen dieser Reihe. Da nun das Pyrocoll, d. h. das Anhydrid der a-Carbopyrrolsiiure ein sehr bestandiger Riirper, vielleicht der bestiindigste der ganzen Reihe, ist, so war es etwas schwierig, einen andern zufinden, der in derselben Weise nicht durch die Einwirkung der Salpetersiiure zerstiirt worden ware.
Wir haben uns daran gernacht, die Einwirkung der Saure auf das Pyrrylmethylketon oder ps-Acetylpyrrol zu versuchen, und haben durch den Versuch unsere Voraussetzungen bestiitigt gefunden. Wir geben hier eine kurze Beschreibung der ron uns bisher erhaltenen Thatsachen und werden spliter, wenn wir unsere Untersuchung beendet haben, ausfiihrlicher an dieser Stelle hieriiber berichten.
Salpetersiiure zerstiirt bei hoherer. sowie bei gewiihnlicher Temperatur das p-Acetylpyrrol, indem sie es viillig oxydirt. Wir haben daher kleine Mengen dieses Kiirpers (4-5 g) in eine Reihe von Eiilbchen, die rauchende Salpetersaure enthielten und die durch eine Eis-Eochsalzmischung auf -180 abgekiihlt waren, eingetragen. Die
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