Ueber die der Pikrinsäure und dem Dinitrophenol entsprechenden Haloidverbindungen und einige Derivate derselben
✍ Scribed by Clemm, C.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1870
- Weight
- 230 KB
- Volume
- 3
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Es entspricht dies B r e s l a u , Laboratoriuln dea pharmaceutischen Jnstituts. 37. C. Clemm: Ueber die der Pikrinsaure und dem Dinitrophenol entsprechenden Haloidverbindungen nnd einige Derivate derselben. (Eingegangen am IS. Pelmar.) Veranlasst durch die i n No. 2 diesrr Ilerichte, welche mir soeben zu Gesicht kommt , i n der Correspondenz aus Peteraburg enthaltene Angabe iiber eine die Chloride der Pikrinslure und des Dinitroplienols behandelnde Arbeit der Herren Engelhardt und Latschinow, beeile ich mich rler Gesellschaft die Resultate vorzrilegen, welche ich bei eirier Arbeit i i l ~i . den obengenannten Gegenstatid bis jetzt, gewonnen habe. Eine vorliiufige Notiz dariiber im Journal fur practische Chemie ist eban untcr der Pressa urid eine ausfiihrlichere Abhandlung wird binnen Kurzern i n der genannten Zeitschrift nachfolgen. Das Chlortiiiiiti,c,lieiizol erlililt ninn diirch Eiuwirkung VOII Phosphorpc:ntachlorid auf' Pikriusaure leiclt reiii, obgleich selbst bei l l ngerein Erhitzeri iiiit einern betriichtlichem Uc:berschusse an fiinffach Chlorptiosphor stets nur c:in Theil der Pikrinskure zcrsetzt wird. Einen Theil c ~e s uiiveriiiiderten Trinitrophenols cmtzieht mail demi Reactionsprodnkte zweckinissig mit Wasser, wodurch gleichzeitig die demselben nocli beigerriischten Chlorverbindungen des Phosphors zerset,zt werderi ; der Rest dcsselben bleibt beim Umkrystallisiren des rohen ChIor.tririitroberiaolJ aus Alkohol in den Mutterlaugen. Dae reine Clilort,rinit_robeti~~)l krystallisirt i n gelblich weissen, anfangs glasgliiiizenclen, grossen R:tcheii IancettfiSrmig zugespitzten Nadeln, welche lieini Liegen an drt Luft matt werden und Fettglanz annehmen iind bei 83 (' schmelzen. Mit Wasser u n d ebenso mit einer verdiiiinten Liisiiiig von s:ilprwsumrn Silberoxyd zersetzt es sicb selbst bei Iangrrem Koclrnn utiter gewiihnlichem Drucke nicht, was ich hervorliebe gegeniiber der in die riieisten Lehrbiicher ubergegnngenen Behauptung vori Pisnni ( A n n . Chem. Pliarm. 92,326), welchar den Korper gar nicht rein in Hiinclrn gehaht zu haben scbeint, sowie gegeniiber der Angalbe VOII Engelhnrdt und Lntschinow. Durch siedende Sodaliisung wird dus Chlortrinitroberisol dagegcn allmLlig in PikrinsBure und Salzsiiiii.e zersetzt. Mit bernerkenswerther Leichtigkeit wirkt es auf Amnionialr iind Aniliti ein und licfert so hei 179O bis 181 O schmelzendes Trinitranilin i n langen , gerieften , orangegelben Nadeln rnit violcttrtii Reflex, welche dnrch Aneinaiiderreihung von parallel der Kasis niit eiriander verwachsenen schiefen Pyramiden gebildet sind urid bei 175 (' sclinielzendesTrinitrodiphenylaniin in prachtigen, grossen, fiin Irt~lndrn, irn reflectirten Liclite scharlachrothen, im durchfdlenden
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