Ueber die Anwendung eines leichten Pendels zur Bestimmung der Correction für das Mitschwingen des Stativs der Russischen Academischen Reversionspendel
✍ Scribed by Oberst P. Kuhlberg
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1886
- Tongue
- English
- Weight
- 187 KB
- Volume
- 113
- Category
- Article
- ISSN
- 0004-6337
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✦ Synopsis
Unter den verschiedenen Methoden, die Correction des Secundenpendels fur das Mitschwingen des Stativs der Reversionspendel zu bestimmen, ist in neuerer Zeit vorgeschlagen worden, zu diesem Zwecke ein leichtes Pendel zu gebrauchen. Man ist dabei von dem Princip ausgegangen, dass die Correction dem Gewichte des schwingenden Pendels proportional sei. Diese Methode bietet vide erhebliche Vortheile dar: die Bestimmung der Correction kann leicht auf jeder Pendelstation ausgefuhrt werden, erfordert weder grossen Zeitaufwand, noch kunstliche Hulfsapparate und dient zugleich ah Controlle fur die Bestimmungen mit dem schwereren Pendel. Schon im vergangenen Jahre hatte Generalmajor Stebnitzki, Chef der kaukasischen Militar-topographischen Abtheilung, fur den iin Kaukasus in Gebrauch befindlichen, der Kais. Russ. Academie der Wissenschaften gehorigen Pendelapparat ein erleichtertes Pendel in der beriihmten Werkstatte von A. Kepsold und Sohne bestellt. Ihsselbe wurde uns im September 1884 zugestellt und hat sich bei den nachfolgenden Untersuchungen als vorzuglich ausgefuhrt und veriticirt erwiesen. I h s leichte Pendel hat Achntschneiden. und ist ails Bronze und Aluminium angefertigt. Es hat 559. imm Schneidendistanz und wiegt 1530.97 Gr. Das Gewicht der beiden schwereren Pendel ist folgendes : Pendel I 3023.56 Gr. Pendel I1 3019.45 Gr.
Somit hat das leichte Pendel beilaufig das halbe Gewicht der alten Reversionspendel Erst im Fruhling dieses Jahres gelang es mir, zu den Versuchen mit den] leichten Pendel zu schreiten. Sie wurden irn physikalischen Observatoriuni in Tiflis ausgefiihrt, a m selben Orte, wo ich in] Jahre 1 8 8 1 die oben beregte Correction unserer Reversionspendel durch Schwingen derselben an einer festen Wand bestinlmt hatte.
Das Stativ wurde auf demselben steinernen Fundament aufgestellt, das schon 1881 errichtet war, und wurden die 3 Pendel in folgender Keihenfolge geschwungen: Pendel I an j Tagen, das leichte Pendel an 6 und Pendel I1 an 3 Tagen. Darauf folgten Messungen der Pendel.
Die Anordnung und Methode der Beobachtung, sowie der Herechnung, blieben genau dieselben, wie bei den fruheren Bestimmungen im Kaukasus.
Da die Temperaturen, bei denen die Schwingungen der 3 Pendel beobachtet wurden, von einander stark differirten, so habe ich die Schwingungen nicht auf eine allgelneine
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