Ueber die Amin- und Anilsäuren der Fumarsäure und der Maleïnsäure
✍ Scribed by Anschütz, Richard
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1890
- Weight
- 449 KB
- Volume
- 259
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Vor einigen Jahren beschrieb ich in Gemeinschaft mit Herrn Q. W i r t z *) als Fumaranilsaure eine bei 187 bis 187,5O schmelzende Saure, die wir durch vorsichtiges Behandeln des Maleinanils mit Alkalien erhielten. Dieselbe Siure kann man, wie ich spater fand **), auf einem vie1 bequemeren Weg, namlich durch Vermischen atherischer Losungen von aquimolecularen Mengen Maleinsaureanhydrid und Anilin darstellen.
Die so gewonnene Sirure wurde trotz ihrer Bildungsweise aus Maleinanil oder aus Maleinsaureanhydrid als Fumaranilsaure bezeichnet, weil sie bei energischer Behandlung mit alkoholischem Kalihydrat oder mit Barytwasser in Fumarsaure iiberging.
Natiirlich war es mein Bestreben, nun auch aus Fumarslure oder aus einem Fumarsaureabkommling, der zu Fumarsaure in einfacher Beziehung stand, eine Anilsaure darzustellen, allein diese Absicht vermochte ich damals nicht zu erreichen. Dagegen gelang es mir vor anderthalb Jahren in Gemeinschaft mit Herrn Ma ur i c e G au t i e r aus Genf eine mit der bekannten Fumaraminsaure isomere Aminsaure aufzufinden, die ich im Nachfolgenden beschreiben werde. Natiirlich regte diese Entdeckung von neuem Versuche zur Darstellung einer Anilsaure aus einem Fumarsaureabk6mmling an. Diesma1 war ich glucklicher, indem ich vor Kurzem in Gemeinschaft mit Herrn G e r I i n g s aus dem Fumarylchlorid ein *) Diem Annalen am, 144. **) Ber. d. deutsch. chem. Ges. 20, 3214. Annalen der Chemle 468. Bd. *) Ber. d. deutsch. chem. Ges. 0, 2116. **) Americ. chem. Journ. 6, 419. *) Ber. d. deutsch. chem. Ges. 88, 620.
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