Ueber das β-Oxychinolin
✍ Scribed by Riemerschmied, Carl
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1883
- Weight
- 287 KB
- Volume
- 16
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
sorgfiiltig fraktionirt und dann durch mehrmaliges Umkrystallisiren seiner Chlorzinkverbindung gereinigt. Wenn man gegen die Idexititat der verschiedenen Chinoline die Cyaninbildung angefiihrt hat, so ist dabei doch zu bedenken, dass man die Constitution des Cyanins noch nicht kennt, es ware nicht unmog-. lich, dass bei seiner Bildung die anderen neben Chinolin aus Cinchonin entstehenden Basen, wie z. B. die Lepidine eine Rolle spielen. Aehnlich verhiilt es sich wohl auch mit der schonen von E. J a k o b s e n elitdeckten Benzrtlchloridreaktion des Theerchinolins, d a mein sorgfiiltig , wie oben angegebenes, gereinigtes Steinkohlenchinolin (wovon ich eine Probe Hrn. Dr. G r e i f f verdanke) die J a k o b s e n ' s c h e Reaktion nicht mehr zeigt. 146. Carl Riemerschmied: Ueber dae /l-Oxychinolin. [Mittheilung aus d. chem. Institut d. Akad. d. Wissenschaften zu Mtinchen.] (Eingegangen am '23. Marz.) Wie schon vor langerer Zeit (diese Berichte XV, 1979) mitgetheilt, lasst sich aus Chinolin durch Sidfuriren und Schmelzen mit Alkali ein zweites Oxyderivat erhalten, welches ich auf Veranlassiing von 0. F i s c h e r nilher untersucht habe. Das Verhaltniss, in welchem die beiden Sulfosauren des Chinolins entstehen, ist abhangig von der Temperatur, sowie vom Anhydridgehalt der Schwefelsaure.
Erhitzt man mit der vierfachen Menge von Nordhauser Schwefelsiiurr auf 1000. 1500 oder 2000, so betriigt die Ausbeute an a-Sulfosaure etwa das vierfache der an p-Sulfoslure, bei 2700 wird jedoch mehr P-Siiure gebildet, ebenso wenn man den Anhydridgehalt der Schwefelsaure steigert und bei 1200 sulfurirt.
Die 8-Chinolinsulfosaure, von der a-Saure durch ihre grossere Loslichkeit in Wasser , sowie auch durch leichtere Liislichkait des Kalksalzes unterschieden, krystallisirt bei langsamen Verdunsten in grossen, wohlausgebildeten Krystallen des monosymmetrischen Systems. Das F-Oxychinolin wurde daraus, wie schon friiher beschrieben, gewonnen.
Dasselbe unterscheidet sich vom a-Oxychinolin durch seine Nichtfliichtigkeit mit Wasserdampfen, sowie auch durch seine Liislichkeit in kohlensaurem Natron. Das p-Oxychinolin lost sich namentlich in der Warme sehr leicht in Soda, kann jedoch dieser Losung durch Aether wieder entzogen werden.
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