Ueber das Zweifach-Chlorzinn und einige Verbindungen desselben
β Scribed by Wiesbaden, W. Casselmannzu
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1852
- Weight
- 744 KB
- Volume
- 83
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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β¦ Synopsis
Fur das wissenschaftliche Syslem der Chemie ist es von grorser M'ichtigkeit festzustellen ob es aufser den Ampliigenen noch andere Elemente giebt ( h e n Verbindungen niit eleclroposiliveren Radicalen wieder das Bestreben haben, sich untereinander zu vereinigen. Es sind bis jetzt nur wenige soldier Doppelverbindungen bekannt und zwar nur solche, in denen ein Halogen der in beiden Theilen iibereinstimniende eleclronegative Bestandtheil ist. Aber auch diese Gruppe von I(iirpcrn verdient noch weit ausfuhrliclier erforscht zu werden, (leiin nameiillich ist die Anzahl der 1CIetalloi'de sehr gering, von denen Verbindungen mit Halogenen bekannt sind , wlche sich wieder mit andern Halogenverbiiiduiigeii vereinigen , und einige diescr Substanzen werdcn von den meisten Chemiliern noch naclr andern Fornieln zusamniengesetzt aufgefafst (Borfluorwasserstofl', liieselfluonvasserdoll' elc. etc.) so dafs es niindestens zweifdliaft ersch(+it. ob sie hierher gerechnet merden diirftm oiler nicht. 15 An11 d. ('lit-iitie 11. 1'1~tir111, 1 , X X X I I I . Bd. 3. Heft. 2% Casselnaann, fiber dar Zweifaach-Chlorzinn Es schien niir tlaher ein nicht gaiiz nndankbares Vor-Italwn, nachzuforschen, ob nicht eine griifsere Anzalil solcher Doppelverbindungen dargestellt werdeii kann , und unter welchen Bedingungen sie sicli bildcii und zerselzeii , und n;icli uieineii dabei gemacliteii Erfahrungen zweifle ich nicht, tliit's viele solche Subshnzen exisliren , die d i tlrr Walirnehrnung der Chemiker bislang entzogen Iiaben. Eine derselben glaube ich ausfiihrlicli genug sludirt zu Ililbeli , utii einige Beobachtungen dariiber mittheilen zu konnen, welclie fur das wissenscliaflliclie Publikuiii iiicht gaiiz ohne Interesse seyii werden. Es ist (lies eine Verbintluiig voii Zweifaclr -Clrlorzinn mil Fiinffuclr -Ctrlorphosphor, ( 2 SnCI, + PCI,) eiii wcit'ser , fester Kiirper von eigenthiinilichein, Iiiichst penetrantcni Geruch, der bei ungefiihr 2000 gasfijr&g wird und in lebliaft gliinzenden farblosen Krystallen sublirnirt , jedoch rasch wieder, sc?ll)st in hermelisah verschlossenen Gefafsen, oft sclioii iiilcll inclireren Minuten in eiil aniorphcs Pulver zerfiilll. An dcr Luft raucht dic Substanz slarli und zieht rasch Wasser m i . Hierdurcli entstehen , oline dds irgend eiiie Z~~rsdzung tkr Snbskinz st;ittlindet, zucrst farblose, klare KrysMe, wctlclie nicht sellen die Liinge yon niehreren Iinicn erreichen und einigeniale bis zu ein Zoll Liinge beobaclitet wurden. Uieselben gchiiren den1 kliiiorlioiiibischeii Systcme an und zeigen (lie Fliiclien m P 00, K P und P *). Die Iiryslitllc zerfliefsen jedoch durcli weitere Wasseranziehung so rascli, (Ids eine Isolirung nicht niiiglicli war; ja es gelingt nicht eiiiiiial, cine in eineiii Glasrohr niit kleincr OeIL i' t Nadi eiiier Bestitliniilng, welclie Hr. Dr. Erlen ~~l e y er nuszuliihreii Jle Giite Iiatle. a II ti, tibet. das Zweifaclr-Chlorzinti
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