Ueber das Wachs einer wilden Biene Süd-Brasiliens
✍ Scribed by J. Gadamer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1917
- Tongue
- English
- Weight
- 940 KB
- Volume
- 255
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
J. G a, d a m e r : IYachs einer wilden Bienu. 425 Xtteilung aus dem pharmazeutischen Institut der Schlesischen Friedrich-Wflhelms.Universit8t. 60. Ueber das Wachs einer wilden Biene Siid-Brasiliens. Von J. G a d a m e r nach Versnchen mit Friiulein cand. pharm. R u t h H i n d e r e r. (Eingegangen den 25. VIII. 1917.) Durch die Freundlichkeit des Herrn Apothekenbesitzers S a e f t e 1 -Breslau gelangte das Pharmazeutische Institut in den Besitz einer kleinen Menge eines durchaus echten Bienenwachses, uber dessen Herkunft Herr S a e f t e 1 berichtete: ,,Dm Bienenwachs stammt von einer wilden Bienenart Blumenaus, Staat &nta Catharina, Sudbrasilien. Der Name der Bienenart ist mir leider nicht bekannt. Unsere deutschen Kolonisten, die sich ihre Bezeichnungen selbst bilden, nannten sie Haarbienen, weil sie die eigentumliche Gewohnheit haben, sich beim Ausnehmen ihrer Nester .in ,Kopf-und Barthaar der Storenfriede zu verkriechen. Da diese Bienen keinen Stachel besitzen, scheinen sie durch diese Beliistigung ihre Feinde abschrecken zu wollen." Herr Professor Dr. R. D i t t r i c h -Breslau schrieb sodann auf die Anfrage, um welche Bienenart es sich danach handeln konne: ,,Da die stachellosen Bienen Wachs geliefert haben und die Nester deswegen ausgenommen werden, kann es sich nur um die gesellig lebenden, stachellosen, tropischen und subtropischen Gattungen Melipona und Trigona handeln, die beide rechbreich a n Arten sind*)." Beiden Herrn mochte ich auch a n dieser Stelle den ergebensten Dank aussprechen. *) Von Herrn Professor D i t t r i c h wurde uns noch nach Fertigstellung der Arbeit nachstehende ergiinzende Mitteilung: ,,Ueber die sogenamten ,,HaarbienenL1 schreibt mir ein aus Blumenau stammender, z. Z. in Deutschland weilender Neffe: ,,Es sind kleine, schwarze Bienen, die grol3tenteils in hohlen Stiimmen ihre Nester bauen und sich ,,gem'' in die Haare verkriechen. Beim Zerdrucken, iiberhaupt beim Anfassen stromen sie einen siifilichen, aber zugleich bitteren Geruch aus. Mit grol3er Vorliebe suchen sie die sehr honigreichen Bananenblutea auf, wo sie oft in ganzen Schw&rmen in eber Blute zu finden sind. Als Eingang zu ihren Wohnwgen bauen sie ganz Aroh. d. Phum. UUIIV. Bds. I . Heft. 28 1. 0,1178 g Substanz gaben i m Schnabelrohr 0,3434 g CO, und 0,1472 g H,O. 2. 0,1218 g Substanz gaben im Schnabelrohr 0,3666 g CO, und 0,1540 g H,O. l ) Dieses Archiv 1858, Bd. 144, S. 194 (Th o m a s), Bd. 146, S. 63 ( F o r d o s ) , 1869, Bd. 190, S. 135 ( G u i l l i e r m o n d ) , S. 136 (G. J ! 1 e u r y), 1883, Bd. 221, 5 . 5 2 9 (W. B e r n h LL r d t), 1889, Bd. 227, S. 731 (F 1 ii L k i g er), Bd. 227, S. 769 (S q u i b b), 1899, Bd. 237, S. 380 (H. M.
(i o r d i nund A. B. P r e s c o t t); H a g er, Handbiich der pharm. Praxis 1883, Bd. 3, S. 826 ( M a i s c h ) , Bd. 3, 8. 825 ( G u i b o i i r t ) , S. 826 -Arch. d. Pharm. CCLV Bds. 7. Heft.