𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber das Verhalten einiger Diazo- und Diazoamidoverbindungen

✍ Scribed by Wallach, O.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1886
Weight
793 KB
Volume
235
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Mittheilnngen ans dem ehemisohen Institnt der Univereitlit BOM.

(Eingelmfen den 28. Juli 1886.)

Ueber d a ~ Verhalten einiger Diazound Diazoamidoverbindungen ;

.van 0. Wallaeh.

Die nachfolgenden

Versuche wurden veranlafst durch Beobachtungen, welche von mir gelegentlch der froher mitgetheilten Arbeiten tiber Azoderivate der Dirmine gemacht worden sind. Es fand sich namlich, dab einige der von den monoacetylirten Diaminen abgeleiteten Diazoverbindungen eine verhiiltnifsmiifsig grofse Bestiindigkeit in trockenem Zustand ksitzen and dafs specie11 die bromwasserstoffsauren Salze dieser Diazoverbindungen in Wasser und in Alkohol schwerer bslich sin& ale man es bei entsprechenden Salzen zu seben gewoht ist. So erhalt man z. B. die Verbindung : fsgt quantitativ in Form gelber Blfttchen abgachieden, wem man Acettoluylendiamin (Schmelzpunkt 159O) mit tiberschiissiger Bromwasserstoffsiiure lbergiefst und die mit Eis gut abgekiihlte Mischung diazotirt. Die gtofse Handlichkeit dieser Diazoverhmdung gab enniichst Veranlassung einige Umsetzungen zu stndiren, welche mit trooksnen Diazoverbindungen bisher noch nicht ansgeftihr t worden sind. So wurde z. B. das Verhalten der Verbindung gegen Essigsaureanhydrid untersncht. Man konnte sich vorstellen, dafs das Siiureanhydrid dabei gar nicht in Reaction treten, sondern die Zersetzung der h a l m der Ubrmle % Bd 16 234 W a l l a c h , iibw d a s Vtwhalten Diazoverbindung, wie in einem indifferenten Lijsungsmittel, etwa im Sinn der Gleichung : N=N-Br Br verlaufen wiirde. Es konnte aber auch eine Betheiligung des Anhydrids bei der Umsetzung stattfinden und dam war eine Einwirkung gemiifs folgender Gleichung wahrscheinlich : ,N=N-Br CH&O + ' 0 'NHCOCH, CH&O' (CEf DW&* O.COCH, + CH,COBr f NO NH . COCH, = (CHs)C.SH,( Der Versnch hat letztere Voraussetzung als richtig erwiesen md damit gelehrt, dab man ma3 Billfa von Essz'gcrdiureanhydrid t r o c h e Diarovtwhizdungm direct in acetylirte Phenols umwandaln kann. Die obige Diazoverbindung wurde ferner benutzt, um zu einer Substanz zu gelangen, welche von Diaminen noch nicht abgeleitet worden ist und die dem interessanten Verbindungstypus angehtirt, dessen Reprbentanten in ausfiihrlicher Weise zuerst von V. M e y e r *) vor einigen Jahren unter dem Namen der ,,gemischten Azoverbindungen(' beschrieben worden sind. Es wurde niimlich das Diazobromid mit Nitroatban gepaart und auf diese Weise die Verbindung : N=N-CH(CHI)NOI NHCOCH, (cH8)c6H8( gewonnen, welche ganz ebenso wie die yon V. M e y e r studirten analogen Ktirper den Charakter einer &ure besitzt. Gemischten Azoverbindungen dieser Art kann man an die Seite eine Verbindungsgruppe stellen, der bisher noch sehr geringe Aufmerksamkeit geschenkt worden ist , nlmlich *) Bar. d. dautsah. chsm. Qss. B, 751, 1073; B, 384 u. s. t. *) Ber. d. dentsch. chem. Gee. B, 148, 898. i 6 + *) Vergl. u. a die Versuohe von R. J. F r i e w e l l und A. (3. Green, Journ. chem. 800. 1886, 917. *) Ber. d. dentech. chem. Oes. 14, 2447. **) Ea d e in der Regel verwendet SPlsdure ron 1,1!2, Bromwasseratoffshre von 1,49 und Jodwasaerstoffsilare Ton 1,96 spec. Gewicht.


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