Ueber das Verhalten der Ackerkrume gegen Ammoniak und Ammoniaksalze
β Scribed by Henneberg, W. ;Stohmann, F.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1858
- Weight
- 869 KB
- Volume
- 107
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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β¦ Synopsis
Ueber das Verhalten der Aclterkrume gegen Ammoniak und Arnmonialrsalze ; von W . IIenlzeberg uiid F. Stohmam Seit langerer Zuit beschaftigt uns in den1 Labor2toriurri tier landwirthschaftlichen Versuchsstation zu Wcendc bei Gottingen cine Untersuchung uber die Veranderungen, welche Salzliisungrm in Beruhrung nrit Ackererde erleiden , oder, nach eineni gebrauchlich gewordenen Ausdruck, uber die absorbircndc Kraft der Ackererde. Die interessanlrii Rczichungen zwischen dieser Eigenschaft cler Ackerkruine u n d dt.r Ernahrungsweise der Pflanzen , welche Herr v. L i e b i g *) vor kurzem dargelegt hat, veranlassen uns, die wesentlichen Resultate iinserer Arbeiten auch den Lesern dieser Zeitschrift mitzutheilen. [Ausfiihrlicher wird daruber in dem unter Mitwirkung der landwirthschaftlichen Academie Giittingen-Weende hcrausgegebeiien Journal fiir Landwirthschaft berichtet werden.) Bekanntlich hat Herr v. L i e b i g , um die Gewichtsmengen Ammoniak, Kali u. s. w. zu ermitteln, welche von Ackerkrumen aus wasserigen Losungen niedergcschlagen werden, das Verfahren angewandt , die titrirtcn Losongen durch eine in einem Stechheber befindliche Erdschicht zu filtriren, den Gehalt des Filtrats quantitativ zu bestirnmen und aus der Differenz gegen den ursprunglichen Titer die fragliche Gewichtsmenge zu berechnen. In Berucksichtigung des Urnstandes, dafs man bei diesem Verfahren sich nicht immcr davon uberzeugt halten kann, es habe an allen Stellen einc innige Beriihrung jedes Erdtheilchens mit der 14iissigkeit stattgefunden, glauben wir, sobald es sich urn Gewichtsbe-__ ____ *) Diese Aniialen C V , 109. dcr Avkerkrumc gvqet6 Attrtrtoiiiuk t~ .Irrmotiitrksahe 153 stinmwnyen vorzugsweise handelt, den\ Verfahren den Vorzug: geben zu sollen, wobei die Erde mit eincm Ueberschul's von titrirter Losung in cinem passenden Gef6Cs zusannnengebracht und durch kraftiges Schiitteln eine innigste Beriihrung bewirkt wird.
Es war nun in Friiheren Arbeiten von W a y bereits angedeutet, dafs bei dieser Art der Operation die Concentration der Liisungen, so \vie auch das grofsorc oder geringere YOlum, welchcs man davon mit glrichern Quantuin Erde zusam-tne~ibringt, aid das Blaafs der Absorptionsfahigkeit der letztercn cinen entschiedenen Einllufs ausubt.
Dit: Erforschung der hierbei ohwaltenden Gesetzmiifsigkeiten war die erste Aufgabe, welche wir uns fijr unsere Versuche stellten; sie mufs gr'liist werden, uin beurtheilen zu konnen , wicfern die Resultate, welche bei der Untersuchung verschiedener Erden von versc!iiedenen Experiiiientatoren erhalten werden, untcr einander vergleichbar sind; um die Mittel und W' cge zu finden, auf dcnen man ZLI einein vergleichbaren Resultate gelangt.
Um mit dem am Nachsten Liegenden zu beginnen, unterwarfen wir bis jetzt das Verhalten verschiedener Ammoniaksalze zu ein-iind derselben Erde einer genaueren Prufung ; wir werden tins indessen nicht hierauf beschranken, sondern in nachster Zeit auch das Verhalten der Ammoniakverbindungen gegen andere Erden, sowie auch das Verhalten von Kali, Natron und andercn Salzen studiren.
Die angewandte Erde ist ein magerer, auf lockercm TafPkalk lagernder Kalkboden, mit Beimischung von sehr fein vertheiltem Sande und wenig Thon, aus dem Garten des Versuchsgehofts. Wir hatten davon eine grol'sere, nach vorherigetn Austrocknen bei Stuhenwarme, durch Zerreiben und Sieben gemischte Probe in Vorrath genommen, welche im Herbst vorigen Jahres an drei verschiedenen Stellen des
π SIMILAR VOLUMES
Die Untersuchungen uber die Einwirkung von Ammoniak auf Acetessigester und dessen Abkommlinge beginnen im Jahre 1863 \*) mit der Beobachtung G e u t h e r 's , dafs concentrirte Ammoniakfliissigkeit aus Aethylacetessigester zwei krystallinische Producte entstehen lafst, yon denen das eine in Wasser
Wegeii der geriiigeii React ioiisfiihigkc.it i i i i d d v r Kostbarkeit des Orthodioxybenzols wiirde auf die Isolirriiig dcs Pir'iirfiirans verzichtet; ehenso deshalb aiich nicht festgestellt, ob aiis 1lrerizc:itechiii eiii Oxyciimaroii entstehen kiiitnte. Wiittreiid die Kiirper :uis Hydrochinoti