Ueber das Phloridzin
β Scribed by Roser, Gustav
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1850
- Weight
- 280 KB
- Volume
- 74
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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β¦ Synopsis
Itn Jahr 1839 hat Stars eine grofsere Abhandlung iiber das Phloridzin bekannt gemacht (Annal. de chimie et de physique Bd. 69, S. 367; Annalen der Chemie u. Pharmacie Bd. 30, S. 192). Er stellte eine Formel fiir dasselbe auf, welche darnals Lie big modificiren zu nlussen glaubte, weil die augenscheinliche Verwandlschaft des Phloridzins mit dem Salicin ihn veraiilafste, eine Formel zu wiihlen, welche sich nur durch einen Mehrgehalt von 2 Aeq. Sauerstoff von der damals geltenden Formel des Salicins unterscheidet, und weil die Yon ihrn vorgeschlagcne Formel besser zu den Resultaten der Analyse einer Bleiverbindung des Phloridzins parst. Seither ist diese Frage noch nicht entschieden wordcn ; es schien daher wunschenswerth, von Neuem Untersuchungen daruber anzustellen , welche von beiden Formeln die richtige seyn diirfte. Es fand sich im Laboralorium in Giefsen eine grBFsere Parlhie bei einer friiheren Gelegenheit bereitetes rohes Phloridzin vor. Dasselbe war aber dunkel gefarbt durch Beimengung einer extractarligen Substanz, welche durch Umkrystallisiren und Behandeln mit Thierkohle nicht vollig enlfernt werden konnte. Es wurde daher folgender Weg zur Reinigung eingeschlagen : das Phloridzin wurde in heirsem Wasser geliist und einige Zeit lang mit Zusatz von etwas Leim gekocht, worauf sich der grorste Theil des fremden Korpers als eine zahe braune Masse an die Wande des Gefiifses anlegte. Dic abgegossene Flussigkeit wuFde dam mit Alaun versetzt und mit Kalk neutralisirt , der sich bildende
Niederschlag enlhielt wieder vie1 von der fremden verunreinigenden Substanz, und die Krystalle, die jetzt anschossen, waren ziemlich farblos. Ganz rein konnten sie aber nur erhalten
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