Ueber das Phenyl und die daraus abgeleiteten Verbindungen
β Scribed by Laurent, A.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1842
- Weight
- 963 KB
- Volume
- 43
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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β¦ Synopsis
Es bedarf zum Schlut kaum nocli der Erwiihnung, dafs sich der Giefsener Braunstein den besten im Handel vorkommcnden Sorten zur Seite stellt. Ueber. dau Phenyl und die daraus abgeleiteten Verbindungen ; von A. Latlreni. Vor eitiigen Jahren iibcrgab ich der Academie eine Arbeit, in welcher ich untet dem %men Chloropheiresin-und Chlomphenisinsiiure, zwei Verbindungen beschrieb, die man durch Einleitcn yon Chlor in das Oel des Steinkohlengases erhiilt. Sdt lange schon wiinschte ich hierauf zuriick zu k o m n , und stellle mir nun folgende F q e n zur Auflosung: 1) Der mil Chbr behnndelte und destillirte, mit Schwefel-&we und nochmals mit Cblor und Ammoniak behandelk Theer liefert Chlorophenisinsaiue. Laurent, tberd.Plienylu d. ahmusnbgeleit. Verbindwtgen. 201 Enbteht bei diesem verwickelten Verfahren nicht ein Chlorid, das durch das Ammoniak in cine sauerstoffhaltige Sime amgcwandelt wird? Wic wirken die Destillation und die Schwefekiure? Welcher Bestandtheil des Theers iiefert die Chlorphenisinsaure? 2) Drr Steinliohlcntheer giebt rnit Salpetersiiure Pikrinsiiure und eine nciie Verbilldung, die bcidc, so wie Jic Cblorophcnisihsfiure, 12 Atome Kohlenstoff cnthalten. Hnben dicse 3 Kijrper nicht einen gcrneinschaftlichen Ursprung ? Urn diese Fragen zu litsen, nahm ich 50 Litre Theer in Arbeit, dio ich in einer kupfernen Blase destillirte. Es gehen bei dieser Operation zuerst mehrere Kohlenwasserstoffe ~e r , dann kommt Naphtalen , endlich Anthraccn und Chrysen. Die Destillation wurde unterbrochen, so wie das Anthracen anfing iibenugehen. Der iibergepngene Antheil wurde noch-maLq destillirt und in 3 Portioncn aufgefangen, wovon die crste bei 100-1,500, die andere bei 150 --200Β° sieden mochte; die dritte bestand haupklclilich aus Naphtalin. Mit jeder Portion wurde dtrselbe Versuch angcstellt. Ich bi:handellc sic zuerst mit Clilor, dann mit Schwefelsiure, destillirte, leitctc von Reuem Chlor hinein und got Anunoniak zu. Nur die zweite (bei 150 -2ooo siedende) Portion, gab chlorophenisinsames Ammoniak. Ich unterwarf sie endlich denselben Operationen, wie vorher, indeni ich ober, bei jedem neuen Versuch, die Schwefelsiiure, dann die Destillation, endlich das Ammoniak wegliefs; bei hinreichend verhgerter Einwirkung des Chlors auf das bei 150 -200" siedendc OeI erhielt ich endlich krystallisirte Chlorophenisinsiiure. Bei Versuchen diirch Destillation die Materie zu isoliren, aus welcher diese Slure unmittelbar entsteht, erhielt ich eine Menge yon Oelen, deren Siedepunkt um 4-5" variicten, die aber bei neuer Destillation sich wieder in fliichtigeres und we-
2 U ! 2 Lauren;, iibffdPhent~lid.darunrabpleit. Vu-biRdutgm niger fluchtiges Oel thefiten und sich gegen Chlor meis% gleich verhielten. Durch Schiitteln dcr Oelc init Seiiwefehiure bildeten sicb 2 Schichten: eine fast farblose, leichte, aus nnvcrindertem Oele bestehend, und eiiie endere braune, dicke, webhe dm Schwefelsiiure enthielt lh.9 Oel liekrte, mit Chlor bchandelt, keioe otler nur sohr wenip Chlatoplmisirwaurr. Die Substanz, wornus diem SBi m enlSland, war also mit cler Schwefclsiure verbunden Bei Zusntr von Wasser zu dieser Rchicd sich eino braune, aidie, zum gofsen Theil in Amnioiiiak lhliche Muterie ab. die sich damit, namentlich 811 der Lull, blau fabt. Diese Farhe verschwindet wieder an der Lull, iii Folge der Verdernpfung dcs Ammoniab. Ich neutralisirte nun, da rnir die% blaterie mittelst Chlor kein genfieccndes Resultat cab. die schwefelsaure AutlBsunc mit beide, filtrirte dcn Gvps ab und erhielt beim Verdarnpfen eine ziemlich roichliche, dirrch eine fremde Matcrie blauqeffirbte Sslzinasse, die aus einem (krnenge von 2 Salzee bestand, aus dem ich die gmchtc Materie nicht abzuscheitlen vermochte. In der Vermuhung, dab die Chlorophenisinsaure, die i At. Wasser enWlt, aus einer wasserhaltigeu, vielleicht sauren und mit einer eigenlllihlichen Materie verbrmdenen fuhstanz en!stehc, vcrsctcte ich das bei 150-2W0 siedende Oel mil ciner heifegesittigten KalilBsung und fugte gleichzeitig noch gepulvertes Kali zu. Das Oel gestarid sqleich zu einrr wcifsen. teiqartigen, krystallinischen Masse und es entwickette sich mn &usserst slrvkcr und unawenchmcr Ceruch. Auf 'Lustz von heifsem Wasser thcilte sich die meifse Maaw in 2 Schichten, eine leichte, Clnrtige and eino Phwerere, whssrige. Diue wurde getreimt iind mit Salzdure neutralisirt; es d i e d sich ein Oel ab, das leichter ak die Chlorltaliuinlbsong war nnd sit%, nach dom Waschen mit etwas Wasser. h h Einwirkung von Chlor fast ganz in Chlorophenisinstiure umwan-
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Alkarsin anbelangt, so habe ich dessen Analyse rnit einem reiiien Produkte wiederholt, welch& ich durch Destillation einer ~T O ~S H ~ Menge C a d e t'scher Fliissigkeit linter einer Wasserschicht, bei volligem Luftausschlufa erhielt und daa nicht iiber Aetzbaryt destillirt sondern uber Chlorcalcium
Ueber den Cbloroxallither und die darans bervorgehmden Verbindungen ; von f. Mdagdi. kitdem m gelangen frt, dear Aelher allen Wrysentoff zu emhiehen ond darch eine aequiralente Qurntitlt yon C b k so emtzw, wbien er mir won Wichtigkeit , bei den rawmmesgerebten Aethern , die man allgemein dr Verbip-