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Ueber Cuminoïn und Anisoïn

✍ Scribed by Bösler, Magnus


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1881
Weight
380 KB
Volume
14
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Und in ganz analoger Weise IBsst. sich die Bildung von Mono chloraceton aus Dichlorglycid, welche H e n r y ' ) mit Hiilfe der O p p e n heimer'schen Reaktion beserkstelligt hat, demonstriren. Ans sogenmntem a-Cblorstyrol bildet sich schon beim Erhitzen rnit Wasser Acetophenon, wahrend p -Bronistyrol uoter diesen Umstlinden in Phenylathylaldehyd iibergefiihrt wird. Man sieht leicht, dass in allen diesen Fiillen die Wmderung des Hydroxylwasserstoffs an das doppelt gebundene Kohlenstoffarom stattfiudet. M i i n c h e n , den 12. Februar 1881. 64. Magnns Bosler: Ueber Cnminoin nnd Anisoin. [Mittheilung an8 dem chemiscben Laboratorium der Akademie der Wissenschaften in Miinchen.] (Eingegangeu am S. Februar; verlesen in der Sitzung von Hru. A. Pinner.) Gelegentlich seiner Arbeit iiber das Furfuriil ausserte Emil.

F i s c h e r die Ansicht, dass die friihrr nur beim Bittermondeliil untersuchte Beazoinbildung eine allgemeine Reaktioa der Aldehyde zu sein scheint. Auf Veranlassung desselben habe ich zunachst zwei aromatische Aldebgde: Cumiool und Anisaldehyd in dieser Beziebung untersucht, und dabei in der That zwei dem Benzoi'n analoge Kiirper erbalten, die als Cuminoi'n und Anisoin bezeichnet werden kcnuen. -Die Bildung dieser Produkte erfolgt unter iihnlichen Bedingungen, indessen vie1 langsamer und schwieriger, wie die des Benzoi'as, beim Kochen der Aldehyde in ~lkoholischer Liisung mit Cyankalium. Die Ausbeute ist wesentlich bedingt durch die Concentration der Liisungen und die Menge des angewaudten Cyankalioms. Cuminoi'n. Unter diesem Namen hat A. R a a b a ) vor eioigen Jahren einen Karper vom Schmelzpunkt 1380 beschrieben, welchen er durch OXJTdation des von ihm dargestellten Hydrocuminoins erhalten hat. Die zom Belege der Formel beigefiigte Analyse, welche zwar rnit d e r dort gegebenen Berechoung genau iibereinstimmt, ist jedoch werthlos, weil die Berechnung selbst fiir den Kohlenstoffgehalt irrthiimlich UIB 5 pCt. zu niedrig ist. -Denselben Kiirper durch Einwirkung ron Cyaukalium aof Cnminol: zu erhalten, ist Herrn R a a b nicht gelungen. Dns von mir durch; 1) Diem Berichte V, 190.

2 ) Diese Berichte X, 66.


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