Beim Eindunsten der uber h'atriumsulfat getrockneten Aetherlosung hinterbleibt der Methyliither in dunkelrothen Rrystallwarzen. Er schmilzt unter vorhergehendem Erweichen bei 190-1 9l0, lost sich ziemlicb leicht in Benzol und Eisessig, wenjger leicht in Aethyl-und Methyl-Alkohol. 0.1034 g Sbst.: 0.2
Ueber Cholesterin
β Scribed by Windaus, A. ;Stein, G.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1904
- Weight
- 483 KB
- Volume
- 37
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
No coin nor oath required. For personal study only.
β¦ Synopsis
Als die siiure aber durch Ueberfiihrung in ihr Baryumsalz gereinigt and d a m nochmals aus verdiinntem Alkohol umkrystallisirt warde, stieg ihr Schmelzpunkt auf 166-1670. Sie 16st sich i n concentrirter Scbwefelsaure mit gelber Farbe.
F r e i b n r g (Schweiz), I. Chem. Laboratorium der Universitat. 686. A. Windaus und G. Stein: Ueber Cholesterin.
(111. M i t t heil un g *).) [Aus der medic. Abtheilung des Universitiitsl~boratoriums zu Freiburg i. B.] (Eingegangen am 10. October 1904.) I u der ersten Veriiffentlichung') hat der Eine von uns zu zeigen gesucht , daes die secundiire Hydroxylgruppe des Cholesterins sich in einem reducirten Ringe befindet, und er hat durch Aufspaltung des Letzteren einige krystallisirte Siuren gewonnen. Inzwischen baben wir gefunden, dass die Doppelbindung im Cholesterin einem zweiten reducirten Ringe zugehiirt, und zwar haben wir diesen dadurch nachgewiesen, dass wir ihn ebenfalls aufgeeprengt haben, und so vom Cholesterin ausgehend, schliesslich zu einer Tetracarbonsaure, C27H4208, gelangt a i d 3 ) . Dnniit ist also das Vorkommen r o n z w e i r e d u c i r t e n R i n g e n im hfoleliiil des Cholesterins direct nachgewieeen; nun enthiiIt aber die Siiare Czr H4?Os, die zweifellos gesattigter Natur ist, noch sechs Atome Waaserstoff weniger als die enteprechende Siiure der Pnraffin-1) Gallensteine zur Darstellung von Cholesterin wurden uns von den HHrn. Prof. v. Bollinger (Miinchen), Prof. E r n s t (Zhrich), Prof. K a u f m a n n (Basel), Prof. Langhans (Bern), Geh.-Rath Marchand (Lcipzig), Geh. Hofrath Ziegl e r (Frciburg i. B.), zur Verfiigung gestellt. Wir erlauben uns, den genannten Herren auch an dieser Stcllo unseren aufrichtigen Dank ausziisprechen. a) Diese Berichte 36, 3753 [1903]. 3) Im Gegensatz zu diesem Befunde fiihren dio frhhercn Angaben vun Diels und A b d e r h a l d e n iiber die angeblic1,e Siiure Ci0Hm03 (diese Berichte 36, 3177 [19031) zu der Annahme, dess die doppoltc Bindnng des Cholesterins sich in einer offenen Kette befindet. Dieser Widerspruch hat sich inzmischen in der Art aufgeklitrt, dass sich die von Die18 nnd A b d e rh alden ihrer Siiure zuertheilte Formel als falsch herausgostellt hat. (Diese Berichtc 37, 3092 [1904]. -.____ -In den nacbstehenden Formeln ist jener Ring im Cholesterin, welcber die Hydroxylgruppe enthiilt, als a-Ring, der andere mit der Doppelbindung ala !-Ring bezeichnet : CH(0H) CH(OH), CH 1. I a /CzsHss/~il 'cH oder I Cholesterin >CasH37 Pi CHI-CH CHa ' CHp CHCl\ COOH CHa - COOH -+ Iv. I C23H38 co COOH CH2 COOH VI. I a )CPJHSB' 4 Chlorcholestanoii CH(OH COOH COOH COOH COOH COOH VII. C23H38 Im Anschluss hieran seien die Formeln fiir die friiher dargestellten Verbindungen angefuhrt: Ch olestandion %re & , O ~ COOH\ co A X.3) /Czs'f[ie p, COOH CH1 Cholestanondidure. I) Wallacb, dicse Berichte 13, 537 [1880]; vgl. auch H o l l e m a n , Rec. a) J. It. Geigp & Co.. D. R..P. 1139i.S: Friedliinder 0, 576. -tritv. ohim. Pays-Bas 12, 290 [18%3]. Sandmeyer, Zeitschr. f i r Farbeou. Textil-CLemie 4, 139.
π SIMILAR VOLUMES