𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber Cholansäure und Biliansäure

✍ Scribed by Latschinoff, P.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1886
Weight
415 KB
Volume
19
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Ueber CholaneHure und Bilianshre. mitgeth. in der Sitzung von Hrn. A. Pinner.) C h o la n s a u r e. Die aus Choleinsaure dargestellte rohe Cholansaure 1) wird zur Reinigung in Diiithyl (reap. -methyl) cholansiiure vcrwandelt (sieheunten), und dieselbe durch Kochen mit Aetzbaryt verseift. Die auf diese Weise gereinigte Cholansaure gab mir bei drei Analysen als Mittel : 66.13 pCt. Kohlenstoff und 8.53 pCt. Wasserstoff. Diese Zahlen stimmen mit den von mir friiher2) erhaltenen, namlich: 66.10 pCt. Kohlenstoff und 8.43 pCt. Wasserstoff im Mittel, und mit der von C l e v e 3 ) vorgeschlagenen Formel : C24 H 3 6 0 7 , welche verlangt : 66.07 pCt. Kohlenstoff und 8.25 pCt. Wasserstoff, vollkommen iiherein. Dennoch kann sie nicht angenommen werden, da die aus der Choleinsaure, Cs, H 4 2 0 4 , und der Dehydrocholeinsiiure, G, Hs8 Or, hervorgehende Cholansaure, C25, enthalten muss; in solchem Falle ist aber nur eine Formel, welche 66.01 pCt. Kohlenstoff und 8.37 pCt. Wasserstoff enthilt, niimlich: Cr5Hs807 + '/4H:!O, wobei die Annahme eines Viertelmolekiils Wasser ebenso nothwendig und begriindet erscheint, wie in analoger Weise fiir die Cholsaure. Die Eigenschaften der Cholansaure sind bereits aus den vorhergehenden Abhandlungen bekannt; an dieser Stelle will ich nur die Loslichkeitsverhaltnisse der Cholanslure in absolutem Alkohol (98.5 pCt.) bei 18O C. anfiihren. Gewicht der Losung = 18.433 g; darin enthaltene Saure = 0.251 g; demnach losen 100 Theile Alkobol 1.37 Theile Saure auf, oder es braucht 1 Theil Siiure 73 Theile Alkohol zur Aufliisung. Nach T a p p e i n e r sol1 sich 1 Theil Siiure in 3 1 Theilen Alkohol losen. Rei freiwilligem Verdunsten krystallisirt die Saure aus gesiittigter, alkoholischer Losung in grossen, langlichen Tafeln oder flachen Prismen. Dargestellt und analysirt wurden die Baryutnsalze und die Aether der Cholansaure. . N e u t r a l e s S a l z . Dasselbewurdedurch rorsichtiges Zusetzen von Alkohol zurwiissrigen Losuog erhalten ; nach einiger Zeit lddeten sich grosse, tafelformige Krystalle; 0.3856 g des zerriebenen Salzes rerloren wahrend des Stehens im Exsiccator unter gewahnlichem Druck 0.0528 g Wasser: oder 13.69 pCt.; beim Erwiirmen bis auf 135O C. weitere 0.0033 g Wasser, im Ganzen 0.0591g oder 14.55 pCt. I) Diesc Berichte XVIII, 3039. a) Diese Berichte XIII, 1052. 3) Bull. SOC. Chim. 35, 432.


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