Ueber Chlorderivate der Acetons
β Scribed by Mulder, E.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1872
- Weight
- 221 KB
- Volume
- 5
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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β¦ Synopsis
so ateht doch ebenso fest, dass aach die krystallisirten bei ihrer Zersetzung amorphe Saure liefern.
Tm Anschluss hieran erlaube ich mir zu bemerken, dass auch von mir vielfache Versuche iiher den W a s s e r g e h a l t der aus Alkalisilikaten und aus Wollastonit durch Sauren abgeschiedenen Kieselsaure angestellt wurden: G o t t 1 i e b *) hat noch kiirzlich in der iiher Schwefelsaure getrockneten 6,13 pCt. in der bei 100-140Β° getrockneten 4,5 pCt. Wasser gefunden, und auch ich habe (ohne hesondere Vorsichtsmassregeln) im ersten Fall 4,5-7, im zweiten 4-5,7 pCt. erhalten. Man hat es also mit Hydraten n S i 0 2 f aq zu thun, bei welchen n zwischen 4 und 8 liegt.
L u f t t r o c k n e Kieselsaure hat, wie man sich bald lberzeugt, gar keinen bestimmten Wassergehalt. In staubig trocknem Pulver Gndet man von 36-13 pCt. Wasser; jene wiirden S i O a + 2 a q , diese 2 S i 0 2 +aqentsprechen. Zwischen ihnen tretcn Wassergehalte =23 und 16 pCt. am haufigsten auf, wie eiae vorliegende Reihe von Bestimmungen ersehen Iasst, also Hydrate = Si O2 i -aq und 3 SiOa + 2 aq.
272. E. Mulder: Ueber
Chlorderivate der Acetons. (Eingegangen am 2. December; verl. in der Sitzung von Hm. Liebermann.) Bei Einwirkung von Chlor auf Aceton kann man willkiirlich Monochloraceton oder Dichloraceton bekommen , j e nachdem wenig oder vie1 Chlor angewendet wird. D a es einigen Chemikern, wie K r i m a k s i n * * ) urid C. Bischoff***) nicht gelungen ist, Dichloraceton zu machen, ist es vielleicht nicht iiberfllssig, die Umstande mitzutheilen, worunter dieser Korper in reinem Zustande erhalten werden kann. Durch Aceton wird bei gewijhnlicher Temperatnr Chlor im Ueberschuss geleitet (die Masse muss gelb sein durch Cblor). Das unreine Producht wird mit etwas Wasser gewaschen, um es grossentheils von Salzaure zu befreien , decantirt, und jetzt destillirt iiber einem Gemenge von Calciumcarbonat und Calciumchlorid. Es wird aufgefangen, was zwischen l l O n -140Β° C. iibergeht und hintereinander aufgefangen; was destillirt zwischen 105Β°-1350, 110 -130Β°, 1150-1250, 1180-1220, 1190-1210, und endlich was bei ungefahr 1200 iibergeht. Auf diese Weise wurde ein Produkt erhalten, das die folgenden Werthe gab: Dichloraceton. *) J. f. pr. Chem. (2) 6, 186. **) Diem Rerlchte TV. 563. ***) Dieae Berichta V. 868.
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