𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber Brom- und Oxyazelainsäure

✍ Scribed by Bujard, Alfons ;Hell, Carl


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1889
Weight
309 KB
Volume
22
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Im weiteren Verfolg der Untersuchungen iiber Azelainsiiure, welche der Eine von uns in Gemeinschaft mit Fr. G a n t t e r BUSgefiihrt und in diesen Berichten ') veriiffentlicht hatte, haben wir nun auch die Darstellung eines Bromsubstitutionsproductes der Azelain-&ure und des daraus entstehenden Hydroxylderivates unternommen. Die Einwirkung des Broms erfolgt wie bei anderen Dicarbonsauren im Wasserbade sehr langsam und unvollstiindig. 81s die beiden Kiirper in gleichen molecularen Mengen im Rohr eingeschmolzen und im Wasserbad erhitzt wurden, konnte nach Verlauf von 6 Stunden noch keine Bromwasserstoffentwickelung wahrgenommen werden. Es bedurfte eines weiteren 8 stiindigen Erhitzens um einen merklichen Druck in dem Rohr zu veranlassen und erst nach nochmaligem 10 Stunden dauerndem Erhitzen konnte die Einwirkung ale nahezu beendet angesehen werden. Fiigt man jedoch der vorher geschmolzenen und dann fein gepulverten Siiure eine kleine Menge (]/lo pCt. geniigt) amorphen Phosphors hinzu, so ist die Einwirkung des Broms bei Wasserbadhitze schon in drei Stunden vollendet. Der Riihreninhalt besteht aus einer honiggelben, syrupfdrmigen Maase, welche nicht mehr erstarrte. Nachdem man durch Oeffnen der Riihren und Hineinetellen derselben in warmes Wasser den griissten Theil der beigemengten Bromwasserstoffsiiure hatte entweichen lassen, wurde der Inhalt der Riihren mehrmals mit heissem Wasser, worin sich nur wenig von dem Bromsubstitutionsproduct Iiiste, ausgekocht und auf diese Weise ein Theil der noch unveriindert gebliebenen Azelainsaure entfernt. Nach halbjiihrigem Stehen dieses so gereinigten Syrups iiber SchwefelsPure, zeigte sich Neigung zur Krystallisation und durch Absaugen liessen sich kiirnige durchsichtige Krystalle isoliren, welche aus Chloroform umkrystallisirt werden konnten, und welche nach dem Ergebniss der Brombestimmung BUS einem Gemenge von Mono-und Dibromazelainsiiure bestanden. Gefunden wurden 36.81 pCt. Brom. C9HloBr04 verlangt 30.00 * W CSHl4BraO4 verlangt 46.2 w * Auch der abgesaugte, den weitaus griissten Theil des Reactionsproductes bildende Syrup, welcher auch nach langem Stehenlassen auf keine Weise zur Krystallisation veranlasst werden konnte, ergab bei der Brombestimmung ein fast iibereinstimmendes Resultat.


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und dem Tbymol; es umzuwandeln und die zufiihren. ware Hoffnung vorhanden, es auch in Thymol beiden isomeren Oxycymole iu einander iiber-298. J. de Santos e Silva: Ueber die Brom-camphocarbonsaure. (Aus dem chem. Institut der UniversitLt Bonn; mitgetLeilt von AUK. KekulQ.