𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber Bibromsebacinsäure und einige Derivate derselben

✍ Scribed by Claus, Ad. ;Steinkauler, Th.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1887
Weight
394 KB
Volume
20
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


D i b r o m c h i n o l i n vom Schmelzpunkt 1080 C. (uncorr.), welches in kleinen farblosen Nadeln krystallisirt. Berechnet Gefunden Br 55.75 55.75 p c t .

Auch die eingehendere Untersuchung dieser aus den beiden m-Bromchinolinen sich ableitendeli neuen Dibromchinoline habe ich soeben wieder aufnehmen lassen.

F r e i b u r g i. B., im h'ovember 1887. 583. Ad. Claue und Th. Steinkauler: Ueber Bibromsebacinaaure und einige Derivate derselben. [ Mitgetlieilt von Ad. Claus.] (Eingegangen am 26. October.) Brom wirkt auf Sebacinsaure beim Erhitzen im offenen Oefass n i c h t ein. Wird Sebncinsaure mit Brom und Wasser im geschlossenen Gefiiss erhitzt, so muss die Ternperatur iiber 180° C. gesteigert werden, um eine Einwirkung zu erzielen; nach langerm Erhitzen auf 1900 C. ist ein Theil Sebacinslure verkohlt, der grosste Theil ist unverandert geblieben, und nur sehr wenig neues Oel ist gebildet, aus dem sich geringe Mengen von Bibromsebacinsaure gewinoen lassen. Um Bibromsebacinslure darzustellen, muss man die Sebacinsaure mit Brom o h n e Wasser erhitzen, und zwar fanden wir es aiif Grund vielfacher Versuche am besten, 1 M o l e k i i l SBure mit 3'/2 Molekiilen Brom im gescblossenen Rohr etwa 3 Stunden lang auf 160-1700 C. zu erhitzen. Die erkalteten Rohreri entwickeln beim Oeffnen einen sebr betrichtlichen Druck, so dass meist ein Theil des aus einem zahen, rotheu Oel bestebenden Inhaltes herausgetrieben wird. Wie es scheint, bildet sich stets etwas Brornoforrn bei der Reaction, und deshalb ist wohl auch der Ueberschuss vori '/a Molekiil Brom zur Gewinnung einer guten Ausbeute nothig. Wendet man w e n i g e r als die angegebene Menge Brom an, so bleibt ein Theil Sebacinsaure unverandert. Eine Moiiabromsebacinsiiure haben wir nie erhalten, und ebenso wenig entsteht ein h i i h e r b r o m i r t e s Derirat, wenn man mehr, etwa 4 bis 4'/2 Molekiile Brom, zur Anwendung bringt. Es bleibt darin das mehr zugesetzte Brom uiirerandert, oder wenn man langere Zeit erhitat, sn wird pine griisscre Menge Rromoform gebildet. ' ) Dern Schwefclsilber wird nach deui crscbpfenden Auswasclien mit Wasser e h in dieeem unlosliches Oel durch Aether entzogen, das wir noch niclit niiher nntersucht haben.


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