Ueber Ammoniumbasen aus der Gruppe des Morphins
✍ Scribed by Vongerichten, E.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1897
- Weight
- 706 KB
- Volume
- 297
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Das Hydroxyl des Code'ins ist bekanntlich alkoholische Hydroxyl des Morphins leicht ebenso wie das ersetzbar durch Chlor. W. GO h l i c h l ) hat nachgewiesen, dass das friiher als amorph beschriebene Chlorocodid ( W r i g h t u n d M a t t h i e s s e n 2 ) ) in krystallisirter Form erhalten werden kann und identisch ist rnit dem von mir 3 , durch Einwirkung von Phosphorpentachlorid auf Codein dargestellten Chlorocodid. In diesem Chlorocodid 1Bsst sich das Chlor durch Erhitzen mit Wasser unter Druck leicht wieder gegen Hydroxyl austauschen und ebenso leicht dnrch Erhitzen mit alkoholischem Kali unter Druck , wie 'w. Gohlich') gezeigt hat, unter Bildung von Apocodein in Form von Salzsaure abspalten. Aber auch unter gewohnlichem Druck ist das Chlor aus dem Chlorocodid leicht abspaltbar. So llsst e8 sich z. €3. beim Kochen mit verdunnter Schwefelsiiure sehr bald durch Silbernitrat nachweisen, es bildet sich dabei Code'in zuriick. Dagegen bleibt das Chlorocodid selbst bei tagelangem Kochen rnit der berechneten Menge Natriumniethylat in Methylalkohol am Kiihler unberiihrt. Das Chlor des Chlorocodids ist also vie1 resistenter gegen Einwirkung yon Alkalien, als gegen die von verdiinnten Mineralsauren. Um so auffallender ist das Verhalten des Cl~lorocodidmetl~yll~~droxy~s, das am dem Jodmethylate des Chlorocodids erhalten wird. Erwarmt man namlich die wassrige Losung der freien Ammoniumbase kurze Zeit, so verschwindet die anfangs sehr stark akalische Reaction der Fliissigkeit vollstandig und die Losung, die vorher rnit Silbernitrat aiclzt reagirte, giebt dann mit demselben ' ) Arch. d. Pharm. 831, 235. *) Proc. of the Boy. Soc. A. Suppl. 7 , 364. ' ) Dime Annalen 210, 105. ' ) Diese Annalen 222, 217.
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Ganz verachieden verhielt sich unter diesen Bedingungen das secundare Nitropropan. Die damit beschickte Rohre enthielt nach dem Erhitzen eine schwarze, theerige, halb verkohlte Masse. Die Fliissigkeit war von einer grossen Menge humuslhnlicher Flecken erfiillt. Destillirt gab sie eine kleine Menge e