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Theorie und Praxis der chemischen Reinigung von Mineralölen

✍ Scribed by Wischin, Rud.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
2007
Weight
327 KB
Volume
2
Category
Article
ISSN
0366-7960

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Die E c k e n berg's c he Methode mittels Centrifugal-Emulsoren, bei der die Miechung jedenfalls noch vie1 intensiver ist und auf die ich schon gelegentlich hingewiesen habe,*) durfte sich deshalb vorlaufig nicht in die Industrie einburgern, weil sie zwar fur die Sauerung sehr praktisch ist, bei der Laugung hingegen manche Schwierigkeiten bieten diirfte, die besonders in der erhohten Emulsionsbildung zum Ausdrucke kame.

Und nun zu einem Capitel, das bis jetzt in der Mineralolindustrie nur weuig oder gar nicht Beachtung fand und uber welches zuerst Z a1 o z i e c k i 3) vor kurzer Zeit Versuche rtnstellte: Das ist der Einfluss des Lichtes auf den Sauerungsprocess.

Zaloziecki beobachtete den Einfluss verschieden gefkrbter Lichtstrahlen auf gesliuertes Petrolenmdestillat und kam zum Ergebnisse, dass sich der Lichteinfluss auf die Farbung des im Raffinationsstadi-um befindlichen Petroleums sehr heftig Ziussert und zwar entweder in Folge der Zersetzlichkeit des Sauretheers, welcher in gesauerten Producten ziemlich reichlich in geloster und snspendirter Form enthalten ist, oder aber in Folge der ozonisierenden Wirkung der Lichtstrahlen auf Petroleum. Jedoch in0 letzteren Falle bildet der Sauretheer das Angriffsobject.

Mit Anschluss an diese Beobachtungen und Vermuthungen will ich versuchen den chemischen Vorgang bei .diesem Processe nacli meiner Vorstellung und, gestutzt auf meine diesbezuglichen Erfahrungen, zu erklaren, wobei ich jedoch bemerken muss, dass meine Ansichten in Bezug auf den chemischphysikalischen Charakter des Lichtehflusses von jenen Zaloziecki's nicht unbedeutend abweichen. Gerade desshalb mochte ich sie hier zum Ausdrucke bringen, um dadurch eventuell eine Discusion in dieser, wie mir scheint, theoretisch unc praktisch wichtigen Frage herbeizufiihren, durch welche mar eine eventuelle Auf klarung erhoffen durfte.

' D e r U m s t a n d , d a s s d i e c h e m i s c h a c t i v e r S t r a h l e n , w i e e r w i e s e n , d e n g r o s s t e n E i n f l u s s a u ' d i e u n g u n s t i g e U m w a n d e l u n g d e s g e s a u e r t e r P e t r o l e u m d e s t i l l a t e s a u s u b e n , f u h r t m i c h zu dei A n n a h m e , d a s s d e r G r u n d d e r D u n k e l f a r b u n g l e d i g l i c h i n e i n e r , m o l e c u l a r e n U U m l a g e r u n l i n n e r h a l b d e s S i i u r e a s p h a l t s z u s u c h e n i s t , d e h i e r d u r c h i m P e t r o l e u m l e i c h t l o e l i c h , i n S c h w e f e l s a u r e a b e r u n l o s l i c h wird.

Zu dieser Ansicht gelangte ich vor zwei Jahren, ge legentlich einiger specieller Falle.

Die ungarische Asphaltgesellschaft besitzt namlich in Siebenburger Erzgebirge sehr ausgedehnte Lager von bitu minosem Sande, aus dem sie schon seit vielen Jahren dei vorziiglichen und wegen seiner guten Qualitat hoch geschatztel ungarischen Asphalt erzeugt.


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lieOe sich noch vieles sagen von seiner Abneigung gegen Polemiken, von seiner Liebenswiirdigkeit, von seinen anregenden Gesprachen, aber er mu8te zu diesen aus seinem Sinnen herausgerissen werden. Daher seine Freude in Berlin an wissenschaftlichen Tagungen, an gelehrten Sitzungen, a n Reisen. Wenn e