Tetrakis[2,4-bis(trifluormethyl)phenyl]diphosphoxan – das Anhydrid einer Phosphinigsäure
✍ Scribed by Berthold Hoge; Boris Kurscheid
- Book ID
- 101537184
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2008
- Tongue
- English
- Weight
- 309 KB
- Volume
- 120
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Phosphinigsäuren, R 2 POH, mit zwei organischen Resten R sind im allgemeinen nicht stabil gegenüber einer Tautomerisierung zu den entsprechenden Phosphanoxiden, R 2 P(O)H [Gl. ( 1)]. Burg und Griffiths zeigten 1960, dass die ungewöhnliche Form einer Phosphinigsäure durch stark elektronenziehende Trifluormethylgruppen stabilisiert werden kann. [1] Die Bis(trifluormethyl)phosphinigsäure, (CF 3 ) 2 POH, existiert in der Gasphase als ein Gemisch aus zwei Rotationsisomeren. Bis heute ist sie die einzige bekannte Diorganophosphinigsäure, die gegenüber einer Tautomerisierung zum entsprechenden Phosphanoxid stabil ist. [2] Kürzlich gelang Cowley und Mitarbeitern die Stabilisierung eines formalen Phosphinigsäure-Derivats in Form eines b-Diketiminato-unterstützten Hydroxyphospheniumions. [3] Die ursprünglich [4] als Bis(pentafluorphenyl)phosphinigsäure, (C 6 F 5 ) 2 POH, beschriebene Verbindung liegt sowohl im Festkörper als auch in CHCl 3 -, Toluol-oder CH 3 CN-Lösung ausschließlich als Phosphanoxid vor. [5] Das Phosphinigsäure-Tautomer kann nur in Lösungsmitteln mit hoher Donorzahl (z. B. DMF, THF) beobachtet werden. [5] Stärker elektronenziehende Substituenten als die C 6 F 5 -Gruppe, z. B. die p-Tetrafluorpyridyl-Gruppe, [6] bewirken eine weitergehende Stabilisierung des Phosphinigsäure-Tautomers, [5] während ein zunehmender Raumbedarf (z. B. bei der 2,4-Bis(trifluormethyl)phenylgruppe, 2,4-(CF 3 ) 2 C 6 H 3 ) die Phosphanoxid-Struktur begünstigt. [7] Die Anhydride von Phosphinigsäuren, R 2 PÀOÀPR 2 , weisen ein ähnliches Verhalten auf. Im
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