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Technologische Besonderheiten der Kinetik der Massenkristallisation

✍ Scribed by Prof. Dr. O. M. Todes


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1973
Tongue
English
Weight
596 KB
Volume
8
Category
Article
ISSN
0232-1300

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✦ Synopsis


Bei dem technologischen Aufbau von Kristallisationsprozessen aus Losungen entsteht eine ganze Reihe von praktischen Problemen, deren Losung mit minimalen Kosten, Energieaufwand, Betriebsplatz und Zeit durchzufiihren ist, zur Gewinnung eines Produktes mit vorgegebenen Eigenschaften und bestimmter Charakteristik. In erster Linie ist es notig, den aufgelosten Stoff auszuscheiden -mit maximalem Ertrag und minimalem Gehalt von aus der Losung eingebauten Beimischungen. Fur viele heutige Anwendungen ist es notwendig, Kristalle mit minimalen inneren Strukturdefekten, von regelmiiBiger Form und genugend groBen Dimensionen zu gewinnen.

Jedoch, im gr6Beren Teil der industriellen Massenkristallisationsprozesse werden weniger strenge Forderungen an die erhaltene Masse von Kristallen gestellt. Dabei wird es nicht die Aufgabe sein, unbedingt Kristalle von regel-miiBiger Form und Fliiche zu erhalten, sondern es ist wunschenswert, ein Produkt zu haben, welches aus abgerundeten oder isometrischen Teilchen mit etwa gleichen Abmessungen in allen Richtungen besteht . I n Anbetracht der weiteren Anwendungen, Lagerung und des Transports soll die mittlere Dimension von Kristallen gewohnlich Zehntel bis einige Millimeter betragen. Es ist unerwiinscht, allzu polysperse Produkte, das heiBt mit groBem Unterschied in den Dimensionen der minimalen und maximalen Teilchen, zu erhalten.

  1. Diese Forderungen an die Charakteristik des Produkts der Massenkristallisation stehen gewissermaoen mit den auf rein thermodynamischen und statistischen Vorstellungen basierenden elementaren kinetischen GesetzmiiBigkeiten im Widerspruch. Diese physikalische Theorie der Kristallisation aus ubersiittigten Losungen griindet sich auf die Vorstellung von zwei aufeinanderfolgenden elementaren Stadien : der Bildung von neuen Kristallisationszentren (stabile Keime) und ihrem weiteren Wachstum. Das erste Stadium der Ausscheidung von Keimen einer neuen Phase aus der Losung geht uber einen Mikrofluktuationsmechanismus vor sich ( VOLYER). Die Keimbildungswahrscheinlichkeit w in der Zeit-und Volumeneinheit ist bei geringen ubersiittigungen unbedeutend klein, dann steigt sie aber mit zunehmender Obersiittigung sehr steil an. Praktisch existieren dabei verschiedene Konzentrationsbereiche. Bis zu einer gewissen kritischen ubersiittigung ist die Losung metastabil, das heiBt, daS wahrend eines meBbaren Zcitintervalls sich nur eine unbedeutend kleine Menge neuer Keime bildet und praktisch keine Kristallisation stattfindet. Oberhalb dieser kritischen ubersiittigung wird die Losung labil; sehr schnell bilden sich viele Keime, an '

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