T�dliche perorale vergiftung mit 1,2-dichlor�than und 2,2'-dichlordi�thyl�ther
✍ Scribed by Freundt, Klaus J�rgen ;Eberhardt, Hans ;Walz, U. M.
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1963
- Weight
- 480 KB
- Volume
- 20
- Category
- Article
- ISSN
- 0367-9977
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✦ Synopsis
Das 1,2-Diehlor/~than (CI--CH2--CH~--C1) sowie der 2,2'-Dichlordi/~thyl/~ther (C1--CH2--CH.a--O--CH2--CH2--C1) sind teehnische LSsungsmittel, welche in Industrie und Gewerbe verwendet werden.
TSdliche perorale Vergiftungen mit 1,2-Diehlor£than wurden wiederholt beschrieben (Tabelle) ; als Todesursaehe wurde ein Kreislaufversagen festgestellt.
In der Literatur fanden sieh aueh einige Angaben fiber die Giftwirkung yon 2,2'-Diehlordi~thyl~ther (LEIt~IAI~N und FLIy~¥, I-IEII~ZE). Nach l~tngerem Einatmen der D/~mpfe des isomeren 1,2-Diehlordi~thyl-~thers wurden Lungenschitdigungen beobachtet (SOMM~R).
Wir batten uns vor kurzem mit einem tSdlieh verlaufenen Vergiftungsfall nach gleichzeitiger peroraler Aufnahmo yon 1,2-Dichlor-/ithan und 2,2'-Dichlordi~tthyl/ither zu befassen, dessen Kasuistik toxikologisch-klinisch yon Interesse ist und deshalb mitgeteHt werden sell 1.
Vorgeschiehte. Am 3. 2.62 etwa um 19 Uhr hatte der 63 Jahre alte Wilhelm S. aus ]3. versehentlich aus einer Bierflasohe, welche ein flfissiges l~einigungsmittel enthielt, ein oder zwei Schluok getrunken. Kurz danach wurde er bewuBtlos, kam jedoch bald wieder zu sich und hatte starken ]3rechreiz. Um ungef~hr 20 Uhr --also 1 Std nach der Einnahme --erfolgte die station~ire Aufnahme. Klinischer Befund. Der Patient hatte einen guten Allgemein-und Ern~hrungszustand; er war gering benommen, etwas verlangsamt, ausreichend orientiert und gut nrteilsf~hig. Haut nnd siohtbare Schleimh~ute waren gut durehblutet. Es bestand weder Cyanose noch Ikterus oder Dyspnoe. Es waren keine Kollapszeichen vorhanden. Die Pupfllen waren gleich welt und reagierten auf Lichteinfall. Lippen und MundhShle waren unauff~llig, die Zunge war weiBlich bolegt. Der Puls betrug 64/rain. RR 120/80 mm Hg. Das Abdomen zeigte keinen Druckschmerz. Der Thorax war auskultatorisch und perkutorisoh o. ]3. AuBer einer reizlosen ~arbe nach Magenresektion war der iibrige Status normal. Ftir die freundliche U-berlassung tier Krankengeschichte danken wir Herrn Chefarzt Dr. GRi)I~ vonder Inneren Abteilung des Kreiskrankenhauses Kirehhelm (Teck).
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