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Synthesen von substituierten Tropinderivaten

✍ Scribed by J. Kebrle; P. Karrer


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1954
Tongue
German
Weight
751 KB
Volume
37
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Die Tatsache, dass eine grosse Anzahl der in der Natur vorkommenden Tropanalkaloide interessante und charakteristische physiologische Eigenschaften besitzen, hat Anlass zur Darstellung zahlreicher neuer Verbindungen mit einer dem Tropin und Ecgonin nahestehenden Struktur gegeben. Es sind vier verschiedene Methoden bekannt, das bicyclische System der Tropanalkaloide zu synthetisieren. Die klassische, aber komplizierte Tropinsynthese von R. TViZZst&erl), die zweite Synthese von R. WiZZstGtter2) und die neue Tropinsynthese von P. liarrer & H . AZagiZ3) haben als allgemeine Methoden fiir die Darstellung abgegnderter Tropangeruste nur beschriinkte Bedeutung. Auch die einstufige Robinson'sche Tropin~nsynthese~) aus Bernsteinsiiuredialdehyd, Methylamin und Aceton (resp. Acetondicarbonsiiure) liess sich wegen der schwierigen Darstellung und Empfindlichkeit der dazu benotigten y-Dialdehyde nicht allgemein priiparativ auswerten. Robinson & B Z o ~n t ~) konnten zwar zeigen, dass man statt Dialdehyde auch y-Ketoaldehyde fur die Synthese des Tropingerustes brauchen kann, solche sind jedoch ebenfalls wenig bekannt und z. T. schwer zugiinglich. Die leicht darstellbaren y-Diketone zeigen unter den Bedingungen der Robinson'schen Synthese nicht das gewiinschte Verhalten, so dass als einzige, leicht variierbare Reaktionskomponente das primiire Amin in Frage kam. Diese Variationsmoglichkeit hat man ausgenutzt und viele am Stickstoff verschieden substituierte Tropanderivate dargestellt6). Es ist bekannt7), dass man die erwiihnten priiparativen Schwierigkeiten umgehen kann, indem man statt 1 Mol eines y-Dialdehyds 3 Mol Aldehyd oder Keton benutzt. Man gelangt dadurch zu ,,offenen" Tropangeriisten, d. h. solchen mit aufgespaltenem Pyrrolidinring. Von einem ,,offenen" Tropin leitet sich z. B. das Triacetoamin oder das Eukain B ab. Verwendet man andererseits statt Acetondicarbonsiiure andere Verbindungen mit aktiver Methylengruppe, e. B. Benzoylessig-


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