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Synthese von Polypeptiden XXII. Derivate des l-Phenylalanin

โœ Scribed by Fischer, Emil ;Schoeller, Walter


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1907
Weight
824 KB
Volume
357
Category
Article
ISSN
0074-4617

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โœฆ Synopsis


Polypeptide des activen Phenylalanins sind bis jetzt unbekannt geblieben, meil die Beschaffung der activen Aminosaure zu miihsam war. Urn diese Schwierigkeit zu beseitigen, haben wit-zunachst eine bequemere Methode zur Spaltung des racernischen Phenylalanins in die optischen Componenten ausgenrbeitet, bei der die Formylverbindung zur Anwendung kommt und die mithin dem ftir Leucin ') schon beschriebenen Verfabren entspricht. Urn das d-Phenylalanin zum Aufbau yon Polypeptiden der iiaturlichen 1-Verbindung zu verwerten, baben wir es durch Urorn und Stickoxyd in d-a-Bromhydrozimmtsaure ?) verwandelt. ' ) E. F i s c l i e r nnd 0. W a r b u r g , Ber. d. deutsch. chem. Ges. 38, ' ) E. P i s c h e r und H. C a r l , Ber. d. deutsch. diem. Ges. 39, 3996 Aunalen der Clieniie 357. Bd.

3997 (1903).

(1 906).

1 2 E'ischer und SehoelEer, Derivate des I-Plienylalanin.

Die Reaction geht ziemlich glatt von statten, nur ist die

Kacemisirung etwas grosser als bei den aliphatischen Aminosauren und steigt auf etwa 25 pC. Fast das gleiche Resultat erzielt mau hier durch Natriumnitrit in starker bromwasserstoffsaurer Losung. Durch einen besonderen Versuch haben wir ferner festgestellt, dass bei Anwendung des Esters die ,,Wal-(1 en'schc Umkehrung" nicht eintritt.

Die d-a-Bromhydrozimmtsaure lasst sich durch Phosphorpentachlorid leicht in das entsprechende active Chlorid verwandeln, .dessen Kuppelung mit Glycocoll auch keine Schwierigkeiten bietet. Aus der so entstehenden Bromverbindung wurde in der gewohnlichen Weise durch Ammoniak das LPhenylalanylglycin nebst seinem Anhydrid dargestellt. Das umgekehrte Glycyl-1-phenylalanin lasst sich aus Chloracetylchlorid und 1-Pbenylalanin bereiten und liefert dasselbe Anbydrid, wie das isomere Dipcptid.


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Di-und Tripoptide dcs Phenylalanins, welche diese Aminosauren am Ende der Kette enthalten, sind schon in grosserer Zahl bekannt 1). Die isomoren Substanzm, bei denen das Phenylalanyl am anderen Ende der Kette steht, lassen sich, wie fur einjge Ftille schon gezeigt wurde, mit Htilfe der rt -Bromhydr