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Synthese von Isochinolin-Derivaten

✍ Scribed by Krabbe, Walter


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1936
Weight
284 KB
Volume
69
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


1569 285. W a 1 t er K r a b b e : Syntheee von Isochinolin-Derivaten. [Aus d. Organ.-chem. Institut d. Techn. Hochschule Berlin-Charlottenburg.] (Eingegangen am 27.Yai 1936.)

Bei dem Versuch, einige bestimmte substituierte Vinylamine darzustden, wurde nebenher eine Substanz isoliert, die auf Grund ihrer Zusammensetzung, ihrer Eigenschaften wie auch ihrer Synthese als eines der bisher nicht dargestellten Diphenyl-isochinoline betrachtet werden muB : das 1.4-Diphenylisochinolin.

Den Ausgangspunkt dieser Untersuchungen bildete das Aminomethyldiphenyl-carbinol, das schon P a a l und Weidenkaff') aus Phenylmagnesiumbromid und Glykokoll-ester dargestellt haben. Aus diesem Carbindl sollte nun 1Mol. Wasser abgespalten werden, um so vielleicht das P,P-Diphenylvinyl-amin zu erhalten. Auch P a a l und Weidenkaff haben schon beobachtet, daB aus dem Carbinol bei der Destillation Wasser abgespalten werden kann; sie haben anscheinend diese Reaktion nicht weiter verfolgt. Die Wasserabspaltung l a t sich am besten mit PhoSphorpentoxyd in siedendem Benzol ausfiihren. Der Phosphorpentoxyd-Niederschlag ergab nach der Zersetzung mit Sodalosung jedoch nicht das erwartete (3, P-Diphenylvinyl-amin. sondern das unter gleichzeitiger Abspaltung von 1 Mol. Ammoniak und Zusammentritt zweier Mol. entstandene B is -(1.1dip hen y l-v iny1)amin. Dieser Korper ist auf anderem Wege von P. Lippa) durch Reduktion von 1.1-Diphenyl-2-nitroathylen dargestellt worden. Das P, P-Diphenylvinylamin ist offenbar nicht existenzf&hig, sondern schlieI3t sich dort, wo seine Bildung zu erwarten ist, mit einem zweiten Mol. unter gleichzeitiger Abgabe eines Mol. Ammoniak zusammen. Die Angaben von P. Lipp uber die Eigenschaften dieses Korpers konnten vollkommen -bestiitigt werden. An Stelle des Aminomethyl-diphenyl-carbinols wurde nun das Benzoylamino m e t h y 1-d i p h e n y 1 -car b i n ol auf seine Flihigkeit zur Wasserabspaltung untersucht. Dieser Korper ist bereits von K. Thomas und B e t t z i e c h e s, in analoger Weise aus Phenyl-magnesiumbromid und Hippursaure-ester dargestellt worden. Der Versuch wurde wie zuvor mit Phosphorpentoxyd in siedender Benzol-Wsung ausgefiihrt. Bei sorgfiiltiger Aufarbeitung zeigte sich, da13 2 Substanzen entstanden waren. Die eine davon fand sich nach beendetem Versuch in der Benzol-Wsung. Die Analyse ergab, daB sie 1 Mol. Wasser weniger enthielt, als das Ausgangsmaterial. Die andere Substa'nz war im Phosphorpentoxyd-Niederschlag enthalten, aus dem sie erst durch alkalische Zersetzung in Freiheit gesetzt werden konnte. Sie enthielt 2Mol. Wasser weniger als das Ausgangsmaterial. Nach diesen Analysen sowie entsprechenden Molekulargewichtsbestimmungen war es wahrscheinlich, daB die Wasserabspaltung folgenden Verlauf genommen hatte : 5% C /'/ kCH (HO) (GH,) &. CHI. NH .CO. GH5 (I) -GO + ('L;H,),c:cH.NH.co.~H, (11) P+ I I / 111. C,H, 1) B. 88, 1688 [1905]. *) A. 448. 15. Ztschr. physiol. Chem. 140, 290.


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