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Synthese und Struktur des ersten Heterocyclus mit Borazin- und Cyclophosphazen-Teilstruktur

✍ Scribed by Derek P. Gates; Ralf Ziembinski; Prof. Arnold L. Rheingold; Brian S. Haggerty; Prof. Ian Manners


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1994
Tongue
English
Weight
377 KB
Volume
106
Category
Article
ISSN
0044-8249

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Anorganische Heterocyclen haben wegen ihrer Struktur. ihrer Bindungsverhdtnisse und ihrer Funktion als Vorstufen fur anorganische Polymere (durch Ringoffnungspolymerisation) und fur Keramiken (durch Pyrolyse) betrachtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen[l -'I. Borazine und Cyclophosphazene (1,3,5,2A5,415,615-Triazatriphosphinine) gehoren zu den am besten untersuchten Klassen dieser VerbindungenL4-' I. Im Gegensatz dazu sind nur sehr wenige Beispiele von Ringverbindungen bekannt, die aus Bor-, Stickstoff-und Phosphoratomen aufgebaut sind, und keine davon kann man als ein Heterocyclus mit Borazin-und Cyclophosphazen-Teilstruktur ansehenL6 -' I. Eine der am besten charakterisierten Bor-Stickstoff-Phosphor-Ringverbindungen ist 1. Diese Verbindung wurde auf mehreren Wegen dargestellt, z.B. durch Umsetzung von [CI,P=N=PCl,][BCI,] mit [MeNH,]C1[6i. Der B,N,P-Heterocyclus 1 wurde spektroskopisch charakterisien, und es wurde postuliert, daD 1 im festen Zustand eine zwitterionische Struktur hat. Messungen der elektrischen Leitfahigkeit ergaben jedoch, da13 sich in polaren Losungsmitteln wie Nitrobenzol durch Abspaltung eines Chlorsubstituenten vom Boratom ein Ionenpaar bildet[']. Um die Bindungsverhaltnisse in 1 aufzuklaren, wurde eine Einkristall-Rontgenstrukturanalyse dieser Verbindung durchgefuhrt, die erste kristallographische Untersuchung sechsgliedriger Ringe dieses Typs. Durch Abkiihlen einer Losung von 1 in CH,CI, auf -30 "C wurden nach einigen Tagcn farblose Kristalle erhalten. Zwei Ansichten der Struktur von 1 im Kristall sind in Abbildung 1 darge~tellt[~]. Der BN,P,-Ring weicht betrlchtlich von der Planaritat ab, die Summe der Innenwinkel betrlgt 71 1 4 6 ) " (erwartet 720'). Am starksten ausgelenkt ist das Boratom in 1, wie man in der Seitenansicht von 1 im unteren Teil von Abbildung 1 deutlich sehen kann. Die Abweichung von der besten Ebene durch die anderen funf Atome betragt 0.39(1)A. Die von N(3) ausgehenden P-N-Bindungen [P(I)-N(3) und P(2)-N(3)] sind kurzer (durchschn. 1.547(4)8,) als die entsprechenden, von den methylsubstituierten Stickstoffatomen N( 1) und N(2) ausgehenden Bindungen [P( 1)-N(1) und P(2)-N(2)] (durchschn. 1.593(4)8,). Dies 1aRt im Fall der erstgenannten Bindungen einen hoheren n-Bindungsanteil vermuten, was in Einklang mit [*I Prof.


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