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Synthese und Reaktionen von 1.3.4-Oxathiazolin-3-dioxyden

✍ Scribed by Dickoré, Karlfried


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1964
Weight
619 KB
Volume
671
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Die aus Chlormethansulfonamid (I) und aromatischen oder heterocyclischen Saurechloriden leicht zuganglichen 5-substituierten 1.3.4-Oxathiazolin-3-dioxyde (11) bilden mit tertiaren Aminen, auch rnit Triphenylphosphin, salzartige Addukte. Primare und sekundare Amine sowie Hydrazine reagieren rnit I zu Amidinen bzw.

Hydrazidinen. Die Reaktionsrnechanismen werden diskutiert.

N-acylierte

Chlormethansulfonamide lassen sich haufig in Gegenwart von Basen zu heterocyclischen Systemen cyclisierenl). Geeignete Acylierungsmittel sind z. B. Schwefelkohlenstoff, Senfole, Isocyanate oder Carbonsaurechloride bzw. -anhydride. Je nach Wahl der Acylierungskomponenten erhalt man bei der Reaktion 1.3.4-Dithiazolin-3-dioxyde oder 1.3.4-Oxathiazolin-3-dioxyde, die in 5-Stellung entsprechend substituiert sind2) : X = S oder 0; Y = SH, NHR, R ; (R = aliphatischer, aromatischer oder heterocyclischer Rest)

Aus der Leichtigkeit, mit der diese Ringschlusse oft erfolgen, geht hervor, da13 der nucleophile Austausch eines Halogenatoms in der Gruppierung SOz-CH2-Halogen durchaus nicht immer so schwierig zu bewerkstelligen ist, wie bisher angenommen wurde3-7). Wir


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## Abstract 2‐Chlor‐1,3‐thiazin‐4‐one **2** und **4** sind durch Cyclisierung von 2‐Thiocyanatocarbonsäurechloriden **1** bzw. **3** mit Chlorwasserstoff zugänglich. Sie besitzen als cyclische, azavinyloge Säurechloride ambivalenten Charakter und reagieren mit Aminen unter Substitution des Chlors o