𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Synthese und Charakterisierung einer unimolekularen Kapsel

✍ Scribed by Marcus S. Brody; Christoph A. Schalley; Dmitry M. Rudkevich; Julius Rebek; Jr.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1999
Tongue
English
Weight
149 KB
Volume
111
Category
Article
ISSN
0044-8249

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Wirtmoleküle, die ihre Gastmoleküle vollständig einschlieûen, machen dabei entweder Gebrauch von starken kovalenten Bindungen wie in den Carceranden und Cryptophanen, oder es bilden sich über schwache Wasserstoffbrücken selbstorganisierende Kapseln. Der erste Wirtmolekültyp bietet die für die Isolierung reaktiver Intermediate und die gemessene Gröûe der Fluoreszenzsonde auf den Wert für die Micellen. Hier gilt erneut, daû bei einer bestimmten SDS-Konzentration das Micellbindungsvermögen des Polymers gesättigt ist und zusätzliches Tensid kleine Micellen bildet, die signifikant zum Gesamtsignal beitragen. Bei höherer Polymerkonzentration erreicht die gemessene Gröûe ein Plateau bei 12 nm. Dieser Wert korreliert gut mit der hydrodynamischen Gröûe des Polymers.

In allen Fällen, sei es mit dem hoch-oder mit dem niedermolekularen Polymer, treten Maxima auf, die es ermöglichen, die Zusammensetzung des PVP-SDS-Komplexes bei Sättigung zu berechnen. Aus den entsprechenden Konzentrationen von Polymer und Tensid ergibt sich ein Sättigungswert von 3.3 g SDS pro Gramm PVP bei allen Polymerkonzentrationen und -typen. Murata et al. [12] berichten einen Wert von 3.4 g SDS pro Gramm PVP, der durch Messen der Komplexbildungsisotherme bestimmt wurde.

Die hier beschriebenen Messungen stellen die erste Anwendung der FCS auf die Untersuchungen von Polymer-Tensid-Wechselwirkungen dar. Die Experimente zeigen, daû es so möglich ist, die Bildung von Tensid-und Polymer-Tensid-Micellen auf molekularer Ebene zu verfolgen. Im Unterschied zu vielen anderen Methoden können diese Messungen in sehr verdünnten Lösungen durchgeführt werden, bei denen Viskositätseffekte durch die sterische oder Coulomb-Wechselwirkung zweier Ketten nicht berücksichtigt werden müssen. Wir haben eine CAC des Systems von 80 mg L À1 bestimmt, unabhängig von der Gröûe und der Konzentration des PVP. Die Tatsache, daû es ein Maximum bei der Abhängigkeit der hydrodynamischen Gröûe von der Tensidkonzentration gibt, zeigt an, daû es eine obere Grenze für die Tensidmenge gibt, die an PVP angelagert werden kann. Die weitere Entwicklung und Nutzung der Methode wird die Anwendung auf


📜 SIMILAR VOLUMES