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Studien zur Chemie der Paraffine und Paraffinmassen. III. Über Harnstoffeinschlußverbindungen eines Paraffingatsches aus der FISCHER-TROPSCH-Synthese

✍ Scribed by E. Leibnitz; W. Hager; M. Finke


Book ID
105350250
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1958
Tongue
English
Weight
432 KB
Volume
7
Category
Article
ISSN
1615-4150

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✦ Synopsis


Abstract

Die Harnstoffadition hat in der analytischen Chemie insbesondere für die Trennung geradkettiger Verbindungen von verzweigten und ringförmigen eine große Bedeutung erlangt.

Dieser Methode sind aber insofern Grenzen gesetzt, als unter bestimmten Bedingungen auch leichtverzweigte Paraffine und Naphthene bzw. Aromaten mit langen Seitenketten Einschlußverbindungen bilden.

Ein Paraffingatsch aus der FISCHER‐TROPSCH‐Synthese mit einem Kettenlängen‐bereich von ∼16–25 C‐Atomen sollte nach dieser Methode in n‐ und iso‐Paraffine zerlegt werden. Es gelang bei den gewählten Versuchsbedingungen in keinem Falle, eine quantitative Trennung herbeizuführen. Das gleiche Ergebnis wurde an einem engen Schnitt aus diesem Gatsch erhalten. Ebenso konnte ein Gemisch von reinem n‐Heneicosan und dem isomeren α‐methylverzweigten Paraffin nicht wieder in seine Komponenten getrennt werden, obwohl die Beständigkeit der Einschlußverbindungen der reinen Komponenten große Unterschiede aufweisen.

An Hand der Ergebnisse der Addition an festem Harnstoff und infrarot‐spektroskopischen Untersuchungen an bestimmten Fraktionen ist anzunehmen, daß im FISCHER‐Gatsch neben n‐Paraffinen vorwiegend α‐methylverzweigte neben weniger äthyl‐, propylverzweigten und sonstigen iso‐Paraffinen vorliegen.