Strychnin und Vomicin. Über Strychnos-Alkaloide XXXII
✍ Scribed by Wieland, Heinrich ;Huisgen, Rolf ;Bubenik, Robert
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1948
- Weight
- 423 KB
- Volume
- 559
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Mit 2Figuren irn
Text (Aus dem Chemiechen Laboratoriam der Ba *erischen Akademie der Wiseelwehaften zu Miinchen) [Eingelaufen am 19. Januar 19481 Die nahen Beziehungen zwischen Strychnin und Vomicin kommen in dem iibereinstimmenden Ergebnis des oxydativen Abbaus der beiden Alkaloide zum Ausdruck. Durch diesen Abbau hat H. Leuchal) das Strychnin C,,H,,O,N, in eino Base C,,H,,ON,, das sogenannte Aponwidin iibergefiihrt, wiihrend man aus Vomicin, C,,H,,O,N, auf dem gleichen Weg eine Base CiaH2,02N, erhalten hat,). Der Unterschied in den Strukturelementen, C, H,, 0 ist in diesen beiden Abbaubasen der gleiche wie in den Alkaloiden selbst, wenn man beriicksichtigt, dall das eine der im Vomicin iiberzahligen 0-Atome an einem aromatischen Ring haftet, der bei der Oxydation zerstort wird.
Die Base C,aH,,02N, wurde mit Palladium zu einer aromatischen Base CiSHiaNZ, dem Vomipyn'n dehydriert, dessen Konstitution zwar im einzelnen noch unbekannt ist, das sich aber ziemlich sicher von einem Pyrrochinolin ableitet. Dic Grundform Ia, die wir zuerst disk~tierten~), hat durch synthetische Versuche kcine Stiitze erhalten'), sie vertriigt sich auch nicht mit der neuesten Entwicklung der Strychninchemie und wird deshalb durch den isomercn Typ Ib crsetzt.
Der Umstand, daB der Unterschied in der Zusammensetzung der beiden Alkaloide in den beiden Abbaubasen praktisch erhalten geblicben ist, schien auf ihre gleichartige Struktur zu deuten und lieB bei der Dehydrierung des Aponucidins ebenfalls das Auftreten von Vomipyrin erwartcn. Uiesc Erwartung bestltigte sich aber nicht. Die Base, die
📜 SIMILAR VOLUMES
L euc h 8. 676 Bei Aufarbeitung von Vers. 9 (Tafel) konnte Oxydgeruch auch nicht spurenweise festgestellt werden. Der Rtickstand (6.1 g) nach Destillation des D i b r o m n o n a n s (Hauptmenge Sdp. 92.7-92.8O) wurde aus einem (angeschmolzenen) Kugelrohr im Hochvak. destilliert. Die 1. Fraktion (2.