Stickstofflost-Derivate durch Reaktion vonN.N-Bis-[β-chlor-äthyl]-p-tricyanvinyl-anilin mit Natriumsalzen von OH-, NH-, PH- und SH-aciden Verbindungen
✍ Scribed by Schulze, Werner ;Willitzer, Horst ;Fritzsche, Hartmut
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1967
- Tongue
- English
- Weight
- 465 KB
- Volume
- 100
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Aus dem Tnstitut fur Mikrobiologie und Experimentelle Therapie Jena der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (Eingegangen am 6. Marz 1967) N.N-Bis-[p-chlor-athyll-p-tricyanvinyl-anilin (2) wurde rnit einigen Natriumalkoholaten zu 1-Alkoxy-1 -{p-[bis-(~-chlor-athyl)-amino]-phenyl)-2.2-dicyan-athylenen (3 -6) umgesetzt. Die Natriumsalze von Arylsulfonsaureamiden lieferten neben den 1-Arylsulfonylamino-1 -{p-[bis-(~-chlor-athyl)-amino]-phenyl}-2.2-dicyan-athylenen (7-9) die p-[Bis-((3-chlor-athyl)amino]-N.W-bis-arylsulfonyl-benzamidine 10 und 11 bzw. im Falle des Sulfanilamids den Sulfonylimidsaureester 12. Mit Natriumsalzen von Dialkylphosphiten dagegen blieb die Reaktion auf der Additionsstufe stehen und es entstanden die 1-[O.O-Dialkyl-phosphonoJ-I-{p-[bis-(~-chlor-athyl)-amino]-phenyl)-l.2.2-tricyan-athane 14 und 15. Natriumsalze verschiedener SH-acider Verbindungen reagierten nicht rnit 2 oder lieferten keine kristallinen Produkte. Bei der Umsetzung von N.N-Bis-[P-chlor-athyll-p-tricyanvinyl-anilin (2) mit Aminen, Hydrazinen und Amidinen fanden wir I), daR die Reaktionsgeschwindigkeit stark von der Basizitat der Amine abhangt. Es lag nahe, die Umsetzung auch mit anderen nucleophilen Reaktionspartnern zu versuchen, die eine genugend hohe Elektronendichte an ihrem nucleophilen Zentrum besitzen. AIs solche wurden die Anionen einiger geeigneter XH-acider Verbindungen gewahlt. Das von Popp2) in Form roter Kristalle vom Schmp. 128-131" beschriebene Umsetzungsprodukt von N.N-Bis-[P-chlor-athyll-anilin rnit Tetracyanathylen, das wir ebenfalls isolieren konnten3), ist nicht die Tricyanvinyl-Verbindung 2. Eine Uberprufung der Elementaranalysen zeigte, daR dieser Verbindung die Konstitution 1 zukommt. 1 entsteht durch Addition von N.N-Bis-[P-chlor-athyll-anilin an Tetracyanathylen, und erst durch nachfolgende HCN-Abspaltung bildet sich daraus 2. Die Konstitution 2 kommt nur der von uns beschriebenen violetten Verbindung vom Schmp. 178" zu3). Die von uns gefundene Identitat der UV-Spektren beider Ver-bindungen3) la& sich durch die in athanolischer Losung leicht erfolgende Umwandlung von 1 in 2 erklaren. Im IR-Spektrum von 1 (Nujol-Suspension) findet man iiberraschenderweise keine VC = N-Banden, nur eine schwache Andeutung einer