𝔖 Bobbio Scriptorium
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Stellt der ‘aculeiforme Anpassungstypus’ (Abel) eine Anpassung an die planktonische Lebensweise dar?

✍ Scribed by Alex. Luther


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1913
Tongue
English
Weight
246 KB
Volume
5
Category
Article
ISSN
1434-2944

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✦ Synopsis


In seiner Arbeit iiber ,, Anpassungserscheinungen und Art der Verbreitung von Hochseetieren' sagt K. Brandt (1, S. 347) bei Besprechung von Hochseefischen: ,Ferner erreichen die Seenadeln Nerophis und Syngnathus , . . . . durch die stabformige Streckung ihres Leibes den gro6en Vorteil, sich leicht bei horizontaler Lage im Wasser zu halten. Die Seenadeln werden durch den Reibungswiderstand, den sie dem Wasser entgegensetzen und zugleich durch ihre Schwimmblase befahigt, regungslos an der Oberflache zu treiben". -A. G u n t h e r (2, S. 680) BuBert sich uber die Syngnathidae folgendermal3en: ,They are bad swimmers (the dorsal fin being the principal organ of locomotion) and frequently and resistlessly carried by currents into the open ocean or to distant coasts" . Auf Grund dieser beiden Angaben hat Do110 (3, S. 106) den Typus dieser Fische, den er als ,aiguilliforrne" bezeichnet, als Anpassung an die pelagische (planktonische) Lebensweise gedeutet. 0. A b el (4) hat dann in seiner ideenreichen ,Palaeobiologieu (S. 446) den ,,aculeiformen Anpassungstypus" ebenfalls zu den ,planktonischen Wirbeltieren" gestellt. Eine solche Auffassung ist jedoch sicher falsch. Die ,, wunderbare Schutzanpassung' dieser Tiere an ihre pflanzliche Umgebung hat bereits W. Marshall (5, S. 494ff.) in beredtester Weise geschildert. So berichtet er uber Syngnathus: ,,Ich hatte in einem Eimer mindestens 50 Stuck Rohrenmauler verschiedener GroBe und tat einige Hande voll Seegras (Zostera) hinzu. Als ich etwa nach einer